Mobbing

Zivilcourage beginnt in der Schule

22.11.2011 | 18:06 Uhr
Zivilcourage beginnt in der Schule
Mobbing hinterlässt oft schlimme Schäden bei den Opfern. Foto: Ute Gabriel

Bochum.   Die Zeus-Reporter Noah Weber und Paul Hanswillemenke rufen dazu auf einzgreifen, statt wegzusehen.

Die meisten von euch wissen, was Mobbing ist. Aber wie erkennt man den Unterschied zwischen normalen Konflikten und Mobbing? Und wann ist es an der Zeit einzugreifen?

Unserer Meinung nach gibt es mehrere Unterschiede. Zum Einen wäre da der Unterschied, dass Mobbing über einen längeren Zeitraum ausgeübt wird. Dieser Zeitraum kann oft mehrere Monate bis Jahre andauern.

Das Opfer wird oft Tag für Tag erniedrigt und fertig gemacht, bis es fast selbst daran glaubt, nichts wert zu sein. Häufig sind sich die Täter durchaus im Klaren darüber, dass sie dem Opfer damit Leid zufügen, während bei normalen Konflikten meist nur eine Meinungsverschiedenheit oder ein Missverständnis vorliegen.

Täter suchen nach einem Grund

In einer Mobbing-Situation tun die Täter dies, um das Opfer leiden zu sehen, da sie sich dadurch stärker fühlen. Vielleicht lieben die Täter auch die Aufmerksamkeit, die ihnen dann zuteilt wird. Weitere Gründe könnten Neid auf das Opfer sein, oder Probleme im eigenen Leben, die niemand sehen soll. Bei den Opfern, die willkürlich ausgesucht werden, wird nach einem nichtssagenden Grund gesucht, wie Beispielsweise die falsche „Schuhmarke“.

Einschreiten, statt weggucken

Meistens gibt es nur ein oder zwei Haupttäter. Die anderen machen aus Gruppenzwang mit oder aus der Angst heraus selbst gemobbt zu werden.

Leider liegt genau hier das Problem. Die Mitläufer könnten das Mobbing unterbrechen, indem sie die Haupttäter vor der ganzen Klasse mit ihrer Tat konfrontieren und ihnen sagen, wie schlimm sie das Verhalten finden. Was oft von den Mittätern und teilweise auch von den Tätern nicht realisiert wird, ist, dass das Mobbing bei den Opfern lange anhaltende, große Schäden verursacht und das in so einem System jeder zum Opfer werden kann.

Der richtige Zeitpunkt einzugreifen wäre immer dann, wenn Mitschüler erniedrigt, gedemütigt, zu unrecht beschimpft und bewusst und dauerhaft ausgeschlossen werden.

Noah Emanuel Weber Paul Hanswillemenke, Klasse 8b, Neues Gymnasium Bochum

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