Zeichen gegen das Vergessen
19.11.2008 | 18:56 Uhr 2008-11-19T18:56:03+0100Bochumer gedachten der Opfer der Pogromnacht
Am 9. November fand an der Ecke Dr.-Ruer-Platz/Ecke Harmoniestraße in Bochum die Gedenkveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestags der Pogromnacht von 1938 statt. Nachdem ein Chor gefühlvolle Lieder gesungen hatte, sprach der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bochums, Grigory Rabinovich, und schließlich betonte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz die Bedeutung des Tages. Sie verwies mit ihrem Ausspruch "Wir sind Bochum und Nazis sind es nicht!" auf die jüngsten Ereignisse in der Bochumer Geschichte - erst vor kurzem waren "Braune" durch Bochumer Straßen gezogen und hatten demonstriert.
Bochum setzt Zeichen gegen das Vergessen. So wurde erst am 16. Dezember vergangenen Jahres die neue Synagoge eingeweiht, die man am Jahrestag der Pogromnacht besichtigen konnte. Außerdem sind die Stolpersteine in Bochum und Wattenscheid eine deutliche Ermahnung, die deutsche Geschichte nicht zu vergessen.
Während des Festaktes verteilten Jugendliche Glassteine, die mit Begriffen wie "Ehrlichkeit" und "Treue" beschrieben waren.
Sonia Leigh Schlesinger Iveri Achwlediani Maria Sibylla Merian-Gesamtschule Klasse 9d

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