Verdienst

Werbung austragen als guter Nebenjob?

12.01.2012 | 12:13 Uhr
Werbung austragen als guter Nebenjob?
Am Schwarzen Brett hängen oft Angebote für einen Nebenjob. Foto: Udo Geisler

Bochum.  Zeus-Reporterin Alexandra spart für ein Auto. Dafür trägt sie Zeitungen und Werbung aus. Wirklich Spaß macht das nicht, aber ihr fehlen die Alternativen.

Endlich wieder Freitag, das Wochenende beginnt wieder. Aber bevor ich in das Wochenende starte, muss ich wieder Werbung austragen. Nun gut, als ich nach Hause komme sehe ich wieder diesen riesigen Stapel Zeitungen vor mir. Um genau zu sein: 408 Stück. Und als wäre das nicht genug, sind da auch noch zwei Packen mit Zusatzprospekten, die ich auch noch zusätzlich einsortieren und verteilen muss.

Als ich gerade die Zeitungen hereinhole, kommt mein Nachbar Bernd an, mit dem ich mir das Austragen teile, und nimmt sich seine Hälfte weg. Nach einer kurzen Verschnaufpause nach der Schule mache ich mich an die Arbeit und sortiere die Zusatzprospekte in die eigentlichen Prospekte ein, was ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde dauert.

Kontoauszug ist Belohnung

Aber über die Mühe kann ich bis zum nächsten Kontoauszug hinweg sehen. Weil an jedem 15. des Monats bekommen wir das Geld für die Schufterei. Aber dies lässt mich jetzt auch nicht fröhlicher sein, da man im Schnitt für das Austragen 50 Euro bekommt und Bernd und ich uns diese Summe auch noch teilen müssen. Und man muss sagen, dass es auch keine Lösung wäre, wenn ich das alleine machen würde, da es dann logischerweise doppelt so viel Arbeit wäre, auch wenn ich dann die kompletten 50 Euro bekommen würde.

Was ich aber schlimmer finde, ist, dass es nicht viele andere Möglichkeiten gibt. Da man mit 14 Jahren keine großen Alternativen hat, außer vielleicht bei den Nachbarn als Baby sitter. Und so werde ich diesen Job noch ein wenig durchziehen, um für ein Auto zu sparen.

Ich hoffe ich konnte euch einen Einblick in diesen Job verschaffen, da man auf Internetseiten meist einen kleinen Einblick in diese Arbeitswelt erhält. Auch wenn man für jedes Wochenende arbeiten meiner Meinung nach eigentlich schlecht bezahlt wird, kann ich sagen, dass es eine Möglichkeit ist, um für zum Beispiel ein Auto zu sparen.

Alexandra Mittrich, Klasse 9d, Matthias-Claudius-Schule, Bochum

Zeus-Reporterin

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6237758/create

Alle Zeus-Artikel
Von Arnsberg bis Xanten
Als Zeus-Reporter seid ihr überall unterwegs. Eure Artikel findet ihr hier in eurer Heimatstadt.
Rund ums Projekt
Zeus weckt bei Jugendlichen die Lust am Lesen - und am Schreiben. Hier finden Sie Projektinformationen, Termine, Anmeldebereich und Unterrichtsmaterial.
Radioprofis gesucht
Im neuen crossmedialen Projekt von Zeus und Radio Oberhausen lernen Zeus-Reporter neben dem Zeitungs- und Onlinejournalismus auch die Arbeit beim Radiosender kennen. Und produzieren eigene Hörfunkbeiträge.
Zeus-auf-Schalke
Zeus-Reporter blicken hinter die Kulissen von Schalke 04. Was Sie dort erleben, lässt Schalke-Fans vor Neid erblassen. Weitere Infos zur Kooperation gibt's auf: www.schalke04.de
Wettbewerb
Der Strandkorb auf Norderney, die Hängematte in Opas Garten - Lieblingsplätze gibt es viele. Hier verraten Zeus-Reporter, wo ihr HomeSpot ist.
Mit Nachrichten gewinnen

Einen Fußballprofi in seinem Heimstadion treffen? Zeus macht’s möglich! Wer bei unserem NachrichtenCheck ein Event auf Schalke und 600 Euro für die Klassenkasse gewonnen hat, erfahrt ihr hier.

ZeusAwards
Fast so wie beim Pulitzer-Preis: Zeus verleiht jährlich die ZeusAwards an seine Nachwuchsreporter.