Slalom mit Schwindelgarantie
16.11.2009 | 08:00 Uhr 2009-11-16T08:00:00+0100
Die Schüler der Hauptschule Wattenscheid-Mitte erlebten einen prächtigen Tag bei den Knappen in Gelsenkirchen.
Klar kennen wir alle den Schriftzug auf den Trikots der Königsblauen. Doch von dem, was alles dahinter steckt, hatten wir keine Ahnung. „Gazprom steht nicht nur auf der Brust, sondern auch im Herzen", meint Werner Dauben, Chef-Geologe von Gazprom Germania. Wir trafen ihn bei einem Besuch beim Bundesligisten Schalke 04.
Zum Beispiel hörten wir etwas über Erdgasfelder, die durch Bombenabwürfe gefunden werden. Allerdings verursachen diese Bomben nur Schallwellen. In einem Experiment konnten wir sehen, dass sich Erdgas in porösem Stein ansammelt und wir erfuhren, dass es eigentlich vollkommen geruchsfrei ist. Es wird nur zu unserer Sicherheit mit Duftstoffen versehen, damit man eine undichte Gasleitung in einem Haushalt schneller bemerkt.
Nach vielen spannenden, aber anspruchsvollen Informationen folgte für uns dann unerwartet der Knaller des Tages. „Ab zur Teststrecke", teilte uns Katrin Herbstreit, Mitarbeiterin der S04-Abteilung Presse und PR, mit. Draußen auf einem Parkplatz trafen wir die beiden Profispieler Benedikt Höwedes und Levan Kenia. Das war schon toll, aber es kam noch besser: Es warteten noch mindestens 50 Parcourshütchen sowie zwei Volkswagen in Schwarz und Silber mit laufenden Motoren, schick gestylt mit vielen Gazprom-Aufklebern und zwei Profifahrern von VW.
Mutig stieg unsere Dreiergruppe als erstes in ein Auto ein und los ging die Fahrt auf dem Slalomparcours. Unser Fahrer grinste, gab mächtig Gas, und wir wurden richtig in die Sitze gepresst. Mitten in einer scharfen Kurve riss er dann plötzlich die Handbremse hoch, die Reifen quietschten und unser Fahrzeug begann zu torkeln. Trotz der Sicherheitsgurte wurden wir ordentlich durcheinandergeschüttelt und draußen drehte sich die Welt einmal im Kreis. Dann war es auch schon vorbei und wir fuhren langsam wieder ins Ziel. Unser Team war begeistert und fuhr mindestens acht Mal mit, sodass uns am Ende allen doch ein bisschen schwindelig war und Dominik sogar fast aus dem Auto kugelte, als die Beifahrertür geöffnet wurde.
Wen wundert es hier, dass diese Autos mit Erdgas gefahren sind? Es war kein Unterschied zu sehen und zu hören und nichts erinnerte uns an eine kleine flackernde Gasflamme. Die Autos beschleunigten schnell und rasant. Der wichtigste Unterschied zum Benzin besteht wohl im Preis. Ein Liter Gas kostet zurzeit nur 0,80 Euro. Uns wunderte allerdings, dass das leckere Mittagessen, Lasagne und Schokopudding, alle Schleuderfahrten mit uns so gut durchgehalten hatte. Es kann nur eine Lösung für dieses Rätsel geben: Das Essen wurde mit Gazprom-Gas zubereitet.
Justin Arnold
Dominik Dichtl und Adriana Stöckel, Klasse 8a, HS Wattenscheid-Mitte

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