Pseudo-Dokus und Endlos-Talkrunden
16.12.2011 | 16:24 Uhr 2011-12-16T16:24:00+0100
Bochum. Eigentlich geht es in fast allen Sendungen im Nachmittags-TV um dasselbe. Das finden zumindest die Zeus-Reporterinnen Ann-Katrin Neumann Kira Landefeld und Elona Elshani
In unserem deutschen Fernsehprogramm gibt es immer mehr Pseudo-Doku-Soaps wie ,,Verdachtsfälle“ oder ,,Familien im Brennpunkt“.Jugendliche nennen diese Dokus auch ,,Asi-TV“,weil die Sendungen meist von asozial gespielten Hartz 4 Empfängern handeln.
Im Grunde geht es immer um dasselbe: Mutter trennt sich vom Vater, Vater betrügt Mutter und trennt sich von ihr oder ein Mädchen wird mit vierzehn Jahren schon schwanger. Das Ganze endet meist vor Gericht und mit einem Happyend.
Trotz dieser nicht einfallsreichen Handlungen gucken Jugendliche und Erwachsene die Sendungen immer wieder, weil es doch spannend ist.Durch die meist nicht attraktiven Darsteller wird das Geschehen ins Lächerliche gezogen. Man macht sich über die Handlungen und die teilweise schlecht gespielten Szenen lustig.
Doch diese Programme haben auch ihre dunklen Seite.
Einige ältere Menschen und Kinder verstehen trotz des am Ende eingeblendeten Hinweises nicht, dass die Personen und Handlungen frei erdacht sind,d ass die Szenen nur erfunden wurden und nicht der Wirklichkeit entsprechen.Schüler, die dabei mitspielen, werden nach ihren Dreharbeiten in der Schule gemobbt. Einen richtigen Job danach zu findenist auch nicht leicht, da Arbeitgeber einen schlechten Eindruck bekommen.
Ann-Katrin Neumann, Kira Landefeld, Elona Elshani, Klasse 9c, Franz-Dinnendahl-Realschule, Bochum

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