Mit Scharfsinn und Sachverstand
09.12.2011 | 17:12 Uhr 2011-12-09T17:12:00+0100
Bochum. In der Ausstellung „Mord im Museum“ konnte Zeus-Reporter Felix Thelen einen fiktiven Mordfall klären.
Dienstag, 6. Dezember: Der Direktor eines Museums wurde in seinem Büro tot aufgefunden. Einige ausgewählte Zeus-Reporter eilten zum Tatort. Würde es ihnen gelingen, den Mörder und sein Tatmotiv zu identifizieren?
Das Verbrechen wurde im Büro des Museumsdirektors verübt. Absperrbänder, ein umgekippter Stuhl, der Platz, an dem die Leiche liegt und eine Beschreibung der Verdächtigen, die sich in der Nähe des Opfers aufhielten, gaben einen ersten Eindruck und Hinweise auf den Mordfall.
Suche nach DNA-Spuren am Tatort
Ausgerüstet mit Ermittlungsheften begann die angestrengte Suche nach dem Mörder. Mit Hilfe von Methoden der Spurensicherung und Untersuchungen im Labor konnte der Täterkreis eingeschränkt werden. Welche Fingerabdrücke und Fußspuren wurden am Tatort gefunden? Gibt es DNA-Spuren oder kann die Zahnmedizin Hinweise liefern?
Jede Waffe hinterlässt Spuren, erkennbar an abgefeuerten Patronenhülsen. Kann dadurch der Täter identifiziert werden? Durch die Analyse der Einschussstelle kann unter Umständen die Flugbahn der Kugel bestimmt und der Tathergang rekonstruiert werden.
Nachdem alle Spuren zusammengetragen waren, erfolgte die Befragung der Verdächtigen.
Nach einer Stunde kamen nur noch zwei Verdächtige in Frage. Und ein bisschen später stand der Täter fest, denn die Zeus-Reporter bewiesen Scharfsinn und Sachverstand.
Diese Erfahrungen und Kenntnisse konnten die Zeus-Reporter in der aktuellen Sonderausstellung „Mord im Museum“ der Deutschen Arbeitswelt Ausstellung (DASA) sammeln. Es ist eine interaktive Kriminalistikausstellung, die sich auf rund 800 Quadratmeter an Kinder ab zehn Jahren und Krimibegeisterte richtet. Anhand von Modellen und Schautafeln, Videos und Hörstationen wird ein Blick in die spannende Welt der Kriminaltechnik eröffnet.
„In der Ausstellung kann man am eigenen Leibe erfahren, dass Kriminalistik nicht immer so spannend ist, wie es oft in Filmen gezeigt wird“, war das Urteil eines Zeus-Reporters während des Rundgangs. Tatsächlich gewinnt man einen guten Einblick in die Analysemethoden und ausgeklügelte Techniken aus der Chemie, Biologie und Physik, Zahnheilkunde oder Ballistik, so das Urteil der Reporter.
Einschussstelle und Flugbahn einer Kugel
Vertiefen konnte man das gewonnene Wissen in einem anschließenden Workshop. So war Gelegenheit, Kenntnisse in drei Ermittlungsbereichen der Kriminalistik zu vertiefen: Die Ballistik, in der es darum geht, den Waffen die dazugehörigen Geschosse zuzuordnen. Die Sprachanalyse beinhaltet das Unterscheiden von Stimmen und Geräuschen. Mittels der Mikroskopie werden verschiedene Stoffproben untersucht.
Alles in allem bietet der Workshop Schulklassen ab der vierten Klasse eine schöne Erfahrung, einmal durch „learning by doing“ die Arbeit der Kriminalisten näher kennen zu lernen und buchstäblich selbst zu erleben. Hier steht das eigene Tun und Handeln, das Nachmachen der Methoden im Vordergrund.
Felix Thelen, Klasse 8b, Schiller-Schule, Bochum

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