Mehr als eine Suppenküche
23.11.2011 | 15:42 Uhr 2011-11-23T15:42:00+0100
Bochum. Die Wattenscheider Tafel bietet nicht nur bezahlbares Essen, sondern auch kostenlose Nachhilfe und mehr.
Bochum.
Als die Wattenscheider Tafel gegründet wurde, hieß sie noch Speisekammer. Zusammen mit seinem Sohn gründete der heutige Vorsitzende, Manfred Baasner, 1998 die „Speisekammer“. Im Jahr 2000 entstand dann die „Wattenscheider Tafel“. Manfred Baasner sagt: ,,Ich habe die Tafel gegründet, weil sich viele Menschen keine Lebensmittel leisten können.“
Heute gibt es gibt rund 34 Ausgabestationen innerhalb Bochums. Pro Tag kommen ungefähr 8000 Bedürftige zu den Ausgabestationen, um Essen zu bekommen.
432 Ehrenamtliche bei der Wattenscheider Tafel
Die Tafel bekommt Lebensmittel von Restaurants und Supermärkten, die sie nicht mehr verkaufen können, weil sie etwa nicht mehr so schön aussehen.
Außerdem bietet die Tafel Nachhilfe an, die montags, mittwochs und donnerstags stattfindet. Es gibt auch Sprachkurse für Migrantinnen und Migranten, damit sie die deutsche Sprache besser lernen können. ,,Ich hatte die Idee zur kostenlosen Nachhilfe und ich arbeite gerne hier,“ erzählt Miriam Krüger, eine Mitarbeiterin. Desweitern gibt es manchmal Ausflüge, damit Kinder und Jugendliche mal etwas anderes erleben, zum Beispiel ins Theater.
432 Menschen arbeiten ehrenamtlich bei der Wattenscheider Tafel. Etwa 30 Frauen und Männer arbeiten dort auch als Ein-Euro-Kraft. Die Tafel bietet auch eine Schneiderei an, in der sich bedürftigen Menschen für ein oder zwei Euro ihre Hosen kürzen lassen können.
Außerdem gibt es ein Soziales Warenhaus, in dem sich Menschen Kleidung, Möbel und sonstiges ab einem Euro leisten können. Einkaufen darf dort aber nur, wer nachweisen kann, dass er darauf angewiesen ist.Manfred Baasner veranstaltet nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für bedürftige Menschen eine Weihnachtsfeier, auf der sie auch Geschenkpakete bekommen.
Die Tafel ist also nicht nur eine Suppenküche. Sie bietet Rundumhilfe für (fast) alle Lebenslagen.
Martha Hetmanski und Vanessa Reimann, Klasse 8a, Hugo-Schloz-Schule, Bochum

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