Kohle, Kumpel und Kupfer
19.12.2011 | 11:32 Uhr 2011-12-19T11:32:00+0100
Bochum. Die Zeus-Reportertinnen Ann-Kathrin Golz und Roschka Kahl waren unter Tage im Deutschen Bergbau-Museum Bochum.
„Ping.“ Der Fahrstuhl geht auf. Die Besuchergruppen strömen heraus und verteilen sich ruckzuck unter Tage. Hier und da hört man Stimmen und aus den Lautsprechern ertönen Beschreibungen und Erklärungen der jeweiligen Maschine. In den Gängen befinden sich Gegenstände und Maschinen der früheren Bergwerke und faszinieren die Besucher. Nicht nur junge Leute besuchen das Anschauungsbergwerk, sondern auch ältere. Sie erinnern sich immer wieder gerne an früher und erzählen sich gegenseitig Geschichten aus alten Zeiten.
Wir befinden uns im, 1930 gegründeten, Deutschen Bergbau-Museum Bochum, das eines der meistbesuchten Museen Deutschlands ist. Das Anschauungsbergwerk liegt in 17 bis 22 Metern Tiefe. Es ist zweieinhalb Kilometer lang. Unter Tage sind es dort 10 Grad. Außer dem Anschauungsbergwerk gibt es noch einen Förderturm mit Aussichtsplattformen auf 50 und 62 Metern Höhe.
Sonderausstellung über das Wunder von Chile
„Der Förderturm war ursprünglich ein Teil der Zeche Germania Dortmund. Er stammt aus dem Jahre 1938/1939 und wurde von Fritz Schupp konstruiert. Insgesamt ist er 71,40 Meter hoch und wiegt 650 Tonnen“, erklärt die Museums-Führerin einer Gruppe.
Im Erdgeschoss gibt es viele Hallen, in denen Modelle von Siedlungen, alte Schätze, Bilder und Filme von früher zu sehen sind. Dabei kann man sich noch Simulationen von Wasserhaltung und Bergwerken ansehen und es auch selbst ausprobieren. Die Fotos zeigen Bergleute bei ihrer Arbeit im Bergwerk. In verschiedenen Filme ist der Abbau von Kohle, die Technik unter und über Tage und die Entstehung und Gewinnung der Kohle zu sehen.
Außerdem gibt es zurzeit eine Sonderausstellung, in der es über Kupferbergbau und das Grubenunglück in Chile geht. Dort ist unter anderem die originalgetreue Nachbildung der Rettungskapsel ausgestellt.
Wunderbare Aussicht auf das Ruhrgebiet
„Wo sind denn nun die Maschinen?“, fragt ein kleiner Junge. Seine Mutter antwortet er sehe sie gleich. Sie seien in der nächsten Halle. Nun gebe es erst einmal eine Pause in der Cafeteria. Denn nach soviel laufen und schauen benötigt man erst einmal eine kleine Pause und einen Snack, den man in der Cafeteria vor Ort kaufen kann.
Zudem gibt es originalgroße Maschinen, von denen man viele betreten kann. Man sieht außerdem noch den letzten Bergewagen des Anschauungsbergwerkes aus dem Jahr 2000.
„Mann! Das wackelt aber.“ „Ping.“ Der Fahrstuhl bleibt auf dem Förderturm stehen. Die Gruppe steigt aus und genießt die wunderbare Aussicht auf das Ruhrgebiet. „ Mann, ist das schön hier!“
Ann-Kathrin Golz und Roschka Kahl, Theodor-Körner-Schule, Klasse 8a, Bochum

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