Kinder und Musik
17.01.2012 | 12:43 Uhr 2012-01-17T12:43:00+0100
Bochum. Kinder sollen sich besser konzentrieren können, wenn sie bereits früh ein Musikinstrument spielen lernen. Ein Zeus-Reporter spricht mit einer Musiklehrerin.
Die Musiklehrerin Birgit Hoffknecht, die im Rahmen der musikalischen Bildungsinitiative Jeki („Jedem Kind ein Instrument“) tätig ist, will den Spaß am Musizieren fördern. Ein Interview.
Wie wichtig ist Musik für die Bildung eines Kindes?
Das Wichtigste ist eigentlich, dass die Kinder Spaß daran haben zu musizieren. Musik spricht Kinder auf allen Ebenen an: Kognitiv, motorisch und vor allem emotional.
Inwiefern verhalten sich Kinder, die schon früh musiziert haben, anders als Kinder, die keine musikalische Früherziehung genossen haben?
Studien zeigen, dass sie konzentrationsstärker und besser im sozialen Miteinander sind.
Haben sie das Gefühl, dass Kinder, die musikalische Früherziehung gehabt haben, besser lernen?
Musik fördert die Konzentrations- und Merkfähigkeit und hilft somit beim Lernen.
Wird in unseren Grundschulen die Musik vernachlässigt?
Ja, ich bin zum Beispiel im Rahmen des Jeki-Projekts in einer Grundschule tätig, die etwa 400 Schüler besuchen und es gibt keinen einzigen Musiklehrer. Also findet Musik im Unterricht gar nicht statt. Die meisten Lehrer trauen sich nicht mehr, mit den Schülern zu singen, was sehr schade ist.
Verlieren Erwachsene ihre Musikalität, wenn Sie nicht musizieren?
Viele Erwachsene singen und musizieren nicht mehr, aber kein Mensch verliert seine Musikalität. Man kommt nur aus der Übung.
Bastian Hoffknecht, Klasse 8c, Schiller-Schule, Bochum

0mitdiskutieren