Echt peinlich: Mit Filmriss im Krankenhaus
11.11.2008 | 19:15 Uhr 2008-11-11T19:15:59+0100Ohne Alkohol macht Feiern mehr Spaß
So oder so ähnlich kann es gewesen sein: "Bitte ruft meine Eltern an", fleht Felix seine Freunde an. Er weiß nicht mehr, was er mit sich anfangen soll. Eine Stunde später liegt er im Krankenhaus, ihm wird der Magen ausgepumpt.
Fünf Freunde hatten sich am Freitag getroffen, um ein bisschen Spaß zu haben. Alkohol gehört oft einfach dazu. Meist bleibt es nicht bei Bier. Die wirkliche Gefahr erkennt hierbei jedoch in dem Moment niemand. So erging es auch Felix, der an diesem Abend viel zu viel getrunken hatte.
Nachher stellte sich heraus, dass er eine Alkoholvergiftung hatte. Immer früher kommen Kinder mit Alkohol in Kontakt. Im Alter zwischen zehn und 14 Jahren trinken Jugendliche in der Regel zum ersten Mal Alkohol, egal, aus welcher sozialen Schicht sie kommen.
Eine Gefahr ist, dass man sich nicht mehr unter Kontrolle, teilweise sogar einen Filmriss hat, also nicht mehr weiß, was überhaupt passiert ist. Das kann speziell für Mädchen zu schlimmen Folgen führen. Außerdem macht Alkohol süchtig.
Viele Eltern sagen, das sei alles eine Frage der Erziehung, das ist es aber nicht allein. Eine der wichtigsten Fragen ist: "Woher nehmen die Jugendlichen den Alkohol denn?" Oftwirkt das Jugendschutzgesetz nicht, da es immer noch viel zu viele Läden gibt, die Alkohol ohne mit der Wimper zu zucken an Minderjährige verkaufen. Oder wenn es gar nicht mehr anders geht, nimmt man eben etwas aus dem Keller seiner Eltern. Dabei achten Jugendliche oft nicht darauf, was sie überhaupt nehmen. Auch beim Trinken heißt das Motto "Runter damit!", nur um cool zu sein.
Meiner Meinung nach kann einen aber auch eine negative Erfahrung reifen lassen. Man muss für sich selbst die Konsequenzen daraus ziehen. Mal ganz ehrlich: ist man wirklich so cool und gehört man nur deshalb dazu, wenn man Alkohol trinkt? Nein. Dabei ist das einer der häufigste Gründe, warum Jugendlich mittrinken. Hat man denn ohne Alkohol keine Freunde oder keinen Spaß? Eine schlimme Vorstellung, finde ich.
Dabei ist es doch viel peinlicher, da zu hocken und nicht zu wissen, was man sagt oder tut. Zum Nein-Sagen gehört auch manchmal Mut.
Nele Reinelt, 8c Graf-Engelbert-Schule

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