Von Indianern, Waschbären und Trampolins
26.05.2008 | 22:05 Uhr 2008-05-26T22:05:20+0200Biedenkopf. (wp) Wenn Autofahrer an die Sackpfeife denken, denken sie an querstehende Lkw und Glatteis. Doch dieses Schreckgespenst ist nur ein kleiner negativer Aspekt, der die Sackpfeife ausmacht. ...
... Hinter diesem Namen verbirgt sich vor allem ein Freizeitzentrum.
Mit 674 Metern ist die Sackpfeife die höchste Erhebung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Zwischen Hatzfeld und Biedenkopf liegend ist sie aus dem Laaspher Raum in circa 20 Minuten mit dem Auto erreichbar.
480 Meter lange Bahn Da in den vergangenen Jahren der Schnee zum Ski- und Schlittenfahren dürftig ausfiel, wurden die Sommeraktivitäten erweitert. Die 480 Meter lange Superrutschbahn bietet Jung und Alt großes Vergnügen. Der zwölfjährige Tim ist überwältigt von der Länge und Geschwindigkeit der Bahn: "Am besten war es, als es am Ende steil wurde, da konnte ich so richtig Gas geben."
Für die kleineren Besucher wurde ein Indianerdorf geschaffen. Hier können sich die Kinder im Goldwaschen am Bach und im Bogenschießen versuchen. Eine Mitarbeiterin erzählt über das Leben der Indianer, bastelt Indianerschmuck und schminkt die Kinder. Mit dem Sessellift geht es bequem wieder bergauf. In einem abgezäunten Bereich warten drei Pferde auf junge Reiter, die erste Erfahrungen auf dem Sattel sammeln möchten.
Seit dem vergangenen Jahr gibt es eine neue Attraktion: Das Bungy-Trampolin. An einem Hüftgurt befestigt können bis zu vier Personen gleichzeitig mehrere Meter hoch springen. Kinder ab sechs Jahren sind mit 2 Euro dabei, Erwachsene zahlen 3 Euro. Bei einem ca. 300 Meter langen Gang barfuß über den Sinnespfad kann der Besucher verschiedene Bodenbeläge erfühlen, die in 14 Becken angelegt sind. Vom Rindenmulch über den Sand bis zum Schlammbecken, doch keine Angst, am Ende gibt es eine kleine Quelle, an der man sich die Füße reinigen kann.
Auf die Tierliebhaber wartet der Streichelzoo mit Waschbären, Ziegen, Schafen, Wachteln, einem Pfauenpärchen und Kaninchen. Für 50 Cent kann Futter für die Tiere gekauft werden. Der kleinen Alexandra gefällt das besonders gut: "Die Tiere fressen mir ganz lieb aus der Hand, das hätte ich nicht erwartet." Ihre beiden Brüder vergnügen sich derweil auf dem Spielplatz, der auch modernisiert wurde. Auch ihre Mutter ist begeistert: "Für die Kleinen ist das mal eine schöne Abwechslung hier oben. Im Einklang mit der Natur Spaß zu haben ist mal was anderes."
Das Freizeitzentrum hat Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, Samstag/Sonntag von 11 bis 18 Uhr und in den Ferien in NRW und Hessen, an Feiertagen und "Brückentagen" von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Adrian Wallrabe und Tom Bastian Klasse 9a Städtisches Gymnasium Bad Laasphe Sogar Waschbären gibt's im Streichelzoo an der Sackpfeife zu bewundern.

0mitdiskutieren