Immer wieder gibt es Fehler in Abiturklausuren
10.06.2011 | 18:34 Uhr 2011-06-10T18:34:00+0200
Bad Laasphe.Am Dienstag, 10. Mai, wurden in Nordrhein-Westfalen die zentralen Abiturprüfungen im Fach Mathematik geschrieben. Doch wie in den letzten Jahren traten auch dieses Mal Fehler auf. So enthielt die Grundkursklausur eine missverständliche Aufgabenstellung, die den Schülern die Lösung erheblich erschwerte. Als Entschädigung bot das Schulministerium eine freiwillige Wiederholungsklausur an, um den Schülern eine faire Chance zu bieten, ihr Abitur erfolgreich zu bestehen.
Am 26. Mai wurde die Ersatzklausur gestellt, doch auch hier kam es zu Problemen. In einer Tabelle war eine falsche Zahl eingetragen, welche noch rechtzeitig von einem Lehrer bemerkt wurde. Er wandte sich an das zuständige Ministerium, das den betroffenen Schulen die korrekte Zahl mitteilte und damit das drohende Desaster quasi in der letzten Minute verhinderte.
Doch man fragt sich nun: Wie kann das sein? Die Abiturklausuren durchlaufen in NRW bereits mehrere Kontrollen, doch trotzdem gab es bis jetzt jedes Jahr mindestens ein Fach, das von fehlerhaften oder gar unlösbaren Klausuraufgaben betroffen war. Die Klausuren werden von ausgewählten Lehrern gestellt und dann zu einer Fachkommission der Dortmunder Universität geschickt und geprüft. Darauf folgt ein Praxis-Check durch einige Lehrer. Dieser sogenannte „Abi-TÜV“ wurde 2009 von der damaligen NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) eingeführt, um weitere peinliche Fehler in Zukunft auszuschließen. Leider mit wenig Erfolg.
Und so geschieht, was eigentlich unmöglich scheint: Die fehlerhaften Aufgaben durchlaufen alle Kontrollen, ohne entdeckt zu werden. Die Arbeitsmoral des Schulministeriums scheint dürftig und die Ausreden und Entschuldigungen lassen die Hoffnung auf Besserung schnell verblassen. Wir freuen uns auf nächstes Jahr.
Leonie Bartsch, Julia Ernstberger, Klasse 9b, Gymnasium Bad Laasphe

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