Sind Ego-Shooter der Auslöser für Amokläufe in Schulen?
11.11.2007 | 18:16 Uhr 2007-11-11T18:16:08+0100Erfurt. Ein 19-Jähriger stürmt in das Schulgebäude, bewaffnet mit einer Handfeuerwaffe, Typ Glock 17, und einer Flinte Typ Mossberg 590. ...
... Wie ein Wahnsinniger ballert er um sich und erschießt dabei zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin und einen Polizisten. Danach tötet er sich selbst durch einen gezielten Kopfschuss.
"Warum?" fragt man sich in ganz Deutschland. "Warum greift der Jugendliche nach der Waffe und wird zum Amokläufer?" "Schuld sind Ego-Shooter wie Counterstrike. Sie verherrlichen die Gewalt und machen aggressiv", behaupten Politiker immer wieder.
Doch ist das wirklich der einzige Grund? Kaum vorstellbar, dass ein Computerspiel so viel auslösen soll. Natürlich ist jemand, der "Killerspiele" daheim am PC zockt, anfälliger für Gewalt als jemand, der Klavier spielt, doch welcher Jugendliche besorgt sich sofort nach dem Spielen eine Waffe, läuft in seine Schule und bringt Menschen um? Daher sind nicht nur "Ballerspiele" allein die Auslöser, sondern auch falsche Erziehung und schulische Probleme wie schlechte Noten oder Schulverweise. Hinzu kommt, dass Amokläufer als Außenseiter gelten und häufig gemobbt werden. So entwickeln sie den Hass auf Lehrer und Schüler. Sie wollen Rache und finden nur diesen einen Ausweg. Leider reißen sie dabei nicht nur sich selbst in den Tod ...
Johanna Kneer Klasse 8c St.-Ursula-Gymnasium Neheim-Hüsten

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