Arnsberg
20.12.2011 | 14:38 Uhr 2011-12-20T14:38:00+0100
Arnsberg. Die Europäische Union und die Türkei: Passt das zusammen? Zwei Zeus-Reporter haben das Für und Wider zusammengetragen und kommentieren das Verhalten der EU-Staaten.
Immer wieder zeigt sich, welches Konfliktpotenzial das Thema besitzt: Soll die Eu die Türkei aufnehmen? Politiker und Wissenschaftler streiten über das Für und Wider: Menschenrechte, wirtschaftliche Folgen, geostrategische Vor- und Nachteile und die generelle Aufnahmefähigkeit der EU.
Pro:
Die Vorteile dieses Projekts bestehen darin, dass es lang erwünschten demokratischen Islam gäbe. Zudem besteht die Chance auf die Entstehung und Stärkung des Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten und dem Kaukasus. Bezogen auf Deutschland bedeutete die Aufnahme eine Unterstützung der Integration der hier lebenden Türken und Muslime.
Contra:
Andererseits gibt es natürlich auch eine negative Seite. Die Türkei wäre das erste nicht christliche Land der EU. Es könnte daher zu Auseinandersetzungen kommen. Die Anpassungskosten, die durch die Aufnahme der Türkei für die EU entstünden, wären zum jetzigen Zeitpunkt der Finanzkrise nicht tragbar. Außerdem stiege die Zahl der auswanderungswilligen Arbeitnehmer. Im Falle einer Aufnahme in die EU würde das Sicherheitsrisiko und Verwicklung in das Nahost Problem und in der Kaukasus-Region erheblich steigen.
Letztlich gilt: In der Frage besteht keine Einigkeit – weder in Deutschland noch auf europäischer Ebene. Es gilt nun Vor- und Nachteile abzuwägen und endlich eine Entscheidung zu treffen.
Ruben Wiethoff und Amadeus Hoffmann, Klasse 9a, Franz-Stock-Gymnasium II, Arnsberg

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