Olaf Thon zu Gast in...
Besuch vom Weltmeister
12.11.2008 | 09:43 Uhr 2008-11-12T09:43:00+0100
Weil Ebru Alp (13) beim Zeus-Quiz gewonnen hatte, kam Olaf Thon zur Sankt-Georg-Schule. Dort beantwortete der frühere Fußball-Profi die Fragen der Schüler. Und am Ende gab's Autogramme.
Voller Anspannung und Aufregung erwarteten die 50 Oberstufenschülerinnen und -schüler der Sankt-Georg-Schule die Ankunft von Olaf Thon (42). Höchstpersönlich überreichte der frühere Bundesliga-Profi und Nationalspieler der Zeus-Quiz-Gewinnerin Ebru Alp (13) ein Schalke-Trikot von ihrem Lieblingsspieler Kevin Kuranyi. Auch die Zeus-Projektleiterin von Schalke 04 Katrin Herbstreit war dabei. Die vielen von den Schülerinnen und Schülern vorbereiteten Fragen beantwortete Olaf Thon gerne und mit Begeisterung.
„Mein schönstes Spiel war am 2. Mai 1984 gegen Bayern München. Das Spiel endete 6:6, und ich habe drei Tore geschossen", sagte er auf die Frage, an welches Spiel er die schönsten Erinnerungen habe. Er habe das Fußballtalent von seinem Vater geerbt. Sein Opa Fritz habe immer mit ihm trainiert und ihm auf den Spielplätzen Spielpartner gesucht. Mit zwölf Jahren habe er dann das erste Probetraining bei S 04 absolviert. Aber es habe ihm dort nicht gefallen. Erst mit 14 Jahren habe er dann bei Schalke angefangen, berichtete Thon mit einem verschmitzten Lächeln.
Schlimmste Niederlage
Auf die Frage, was seine schlimmste Niederlage gewesen sei, antwortete er: „Es gab eigentlich zwei. Eine davon war bei der Europameisterschaft 1988 in Deutschland das Spiel im Halbfinale gegen die Niederlande. Wir verloren dort 2:1. Die Holländer waren einfach die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen." Die andere Niederlage sei 2001 die verlorene Meisterschaft des S 04 gegen Bayern München gewesen. „Durch einen ominösen Freistoß, gegeben von Markus Merk, verloren wir in letzter Sekunde das Spiel", erinnert sich Thon. „Wie oft konnten Sie mit zehn Jahren den Ball hochhalten?", wollte dann Jaqueline Schmitz (14) wissen. „So ungefähr 1000 Mal. Wenn ihr fleißig übt, könnt ihr in einer Woche den Ball zehn Mal hochhalten – das ist reine Übungssache. Das allein genügt aber nicht. Denn ein guter Fußballer braucht eigentlich alles, was man auch im Leben braucht, zum Beispiel Mut, Ausdauer, Schnelligkeit und Talent", erklärte der Weltmeister.
Nach diesem Interview übergab Olaf Thon noch ein paar Preise – einen Fußball, eine Tasse und ein Etui vom FC Schalke 04. Zuletzt verteilte er großzügig Autogramme. Als ihm die Karten ausgingen, schrieb er sogar auf den Armen der Schüler weiter. „Das war mal ein Ereignis", meinte Melissa Krasnici (14). Und unser Klassenkamerad Yunus Genc (15) rief: „Jetzt bin ich nicht mehr Bayern-Fan, jetzt bin ich Schalke-Fan."
Melissa Krasnici, Jaqueline Schmitz, Lisa Schmidt, Sankt-Georg-Schule, Klassen 8 und 9

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