Energie

Mit RWE-Chef Terium das Zukunftshaus erkunden

05.06.2014 | 12:11 Uhr
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Mit RWE-Chef Terium das Zukunftshaus erkunden
RWE-Chef Peter Terium (3. von rechts) lässt sich die Technik des Zukunftshauses ganz genau erklären, während sich die Zeus-Reporter und ZeusDesk-Volontär Christoph Husemeyer (2. von rechts) Notizen machen.Foto: RWE

Bottrop.   Der Einsatz von moderner Technik hilft nicht nur dabei, Energie zu sparen. Vielmehr kann mit ihrer Hilfe sogar in einem Einfamilienhaus eigene Energie produziert werden – mehr als das Haus verbraucht. Familie Kewitsch bewohnt ein optimal ausgestattetes Musterhaus: das RWE-Zukunftshaus. Sie zeigt RWE-Chef Peter Terium und vier Zeus-Reportern, was alles möglich ist.

Von unterwegs per Smartphone-App im Haus die Heizung oder Licht steuern. Was nach Zukunftsmusik klingt, gehört für Familie Kewitsch aus Bottrop zum Alltag. Sie wohnt in einem Plus-Energie-Haus – ein Musterhaus mit moderner Technik, die zeigt, was beim Energiesparen alles möglich ist.

Realisiert wurde das Projekt durch eine Kooperation von RWE und 30 weiteren Firmen, die das Einfamilienhaus im Rahmen der Aktion „Innovation City“ fünf Monate lang umgebaut haben. Familie Kewitsch selbst hat sich mit einer sechsstelligen Summe am 540 000 Euro teuren Pilotprojekt beteiligt.

Fenster müssen zum Lüften nicht geöffnet werden

Zusammen mit dem RWE-Vorstandsvorsitzenden Peter Terium haben die Zeus-Reporter Jan Lukas Müller, Tim Graute, Maik Ikert und Sascha Pietsch Familie Kewitsch in ihrem „Zukunftshaus“ besucht. Dabei sind die Nachwuchs-Reporter zunächst überrascht. „Sieht aus wie ein gewöhnliches Wohnzimmer“, findet Jan Lukas. Beim Blick auf die Terrasse fällt auch die Außenwand kaum auf, die mit einer 30 Zentimeter dicken Dämmschicht versehen ist. „Dreifach verglaste Fenster sorgen für zusätzliche Wärmeisolierung“, erklärt Andreas Klapdor vom RWE Innovations- und E-Mobilitätsvertrieb den Zeus-Reportern und Peter Terium während des Rundgangs.

Die Fenster muss Familie Kewitsch zum Lüften nicht einmal öffnen. Das RWE-System „Smart Home“ misst den CO2-Gehalt in der Luft und führt über Rohrleitungen erwärmte Frischluft zu. Vom Garten aus blicken die Zeus-Reporter auf die 60 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die mehr Strom erzeugt, als Familie Kewitsch verbraucht. „An sonnigen Tagen fließt die überschüssige Energie in einen großen Speicher im Keller. Sie kann nun ins Netz eingespeist oder später verbraucht werden“, führt Andreas Klapdor aus.

Im Keller steht zudem ein 800 Liter großer Wärmepumpenspeicher. Aus 60 Metern Tiefe wird warmes Wasser nach oben gepumpt, mit dem das Haus im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wird. Zwei Kellerräume Platz füllt die Technik aus. Die Zeus-Reporter müssen beim Zuhören dicht zusammenrücken, so eng ist es hier.

In 15 bis 20 Jahren Standard

RWE wolle mit dem „Zukunftshaus“ neue Techniken des Energiesparens in der Praxis testen und verbessern, erzählt Vorstandsvorsitzender Terium beim Abschlussgespräch mit den Zeus-Reportern: „Neben dem normalen Stromverkauf wollen wir unsere Kunden stärker bei Energiesparmöglichkeiten in den eigenen vier Wänden beraten“, so Terium. Das Zukunftshaus zeige, wie der Bau-Standard in 15 bis 20 Jahren aussehen könne.

Bis dahin könnte Familie Kewitsch ihre Investitionskosten wieder reingeholt haben. 550 Euro Heiz- und Stromkosten spart sie im Monat. Die Zeus-Reporter sind sich nach dem Rundgang einig: „Ein cooles Haus, aber momentan noch Zukunftsmusik.“

Hier geht’s zur Berichterstattung der Zeus-Reporter:

Die Zukunft in der Gegenwart – das RWE Zukunftshaus von Maik Ikert, Klasse 11, Berufskolleg für Technik und Gestaltung, Gelsenkirchen

Zu Besuch im RWE Zukunftshaus in Bottrop von Jan Lukas Müller, Klasse 9d, Helmholtz Gymnasium, Essen

Kein Heiz-, sondern ein Kühlproblem von Tim Graute, Klasse 8a, Helmholtz Gymnasium, Essen

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Zeus aktuell