"Gib Gas gegen Gewalt"
19.05.2009 | 17:07 Uhr 2009-05-19T17:07:00+0200Gelsenkirchen. Wir waren zu Besuch auf Schalke, um mehr über das Fußballleben und das Projekt „Gib Gas gegen Gewalt”, eine Initiative von Schalkes Hauptsponsor Gazprom, zu erfahren.
Dies alles haben wir durch Katrin Herbstreit zu sehen und zu hören bekommen. Am Dienstagmorgen empfing und begrüßte uns die Mitarbeiterin der Schalker Presseabteilung im Konferenzraum der Veltins- Arena. Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir zu einer Stadionführung gebeten und bekamen viele Eindrücke über das Stadion. Hervorzuheben ist besonders das Platzangebot für bis zu 61 000 Zuschauern.
Im Konferenzraum wieder angekommen, wurden wir schon von Gazprom-Mitarbeiter Robert Scheller erwartet. Man versucht mit diesem Projekt zu verhindern, das keine Gewalt während der Spiele in den Stadien auftritt. Mit arrangierten Benefizspielen gegen Dynamo Dresden, den 1.FC Magdeburg und Alemania Aachen sammelten der Verein Geld, um entsprechende Projekte vor Ort finanzieren zu können.
Nach diesem sehr informativen Vortrag wurde uns der Besuch des Ersatztorwarts Mathias Schober, 33, mitgeteilt. Bevor er den Konferenzraum betrat, herrschte im Raum eine richtige Anspannung und Nervosität. Nie haben wir vorher mit einer solchen Persönlichkeit gesprochen, noch daneben gestanden.
Gerne hat uns Mathias Schober all unsere Fragen beantwortet und geduldig Autogramme geschrieben. Mit dem original Mannschaftsbus fuhren wir zum Schalker-Fanprojekt. Dieses wurde 1994 ins Leben gerufen. Hier führen zwei pädagogische Fachkräfte und eine Teilzeitkraft ihre Arbeit aus. Der Trägerverein, der das Projekt unterstützt, heißt Gelsensport. Dieses Programm will verhindern, dass Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten. Besonders hervorzuheben ist, dass Jugendliche, die unverschuldet auf Abwege geraten sind, hier auch Sozialstunden ableisten dürfen oder sogar ein mehrwöchiges Praktikum durchführen können. Die Kinder und Jugendlichen spielen dort nicht nur Fußball, sie gehen auch Kanu fahren oder klettern.
Eine andere Fangruppierung, die vom Fanprojekt betreut wird, sind die so genannten Ultras. Sie verpassen kein Spiel, ganz gleich ob Heim- oder Auswärtsspiel, des FC Schalke. In naher Zukunft werden die Ultras gemeinsam mit ihren Betreuern eine extra organisierte Wand mit Graffitis besprühen dürfen.
Zum Ende dieses Nachmittags trafen wir einen Ex-Häftling, der es früher toll fand und mit Stolz erfüllte, ein Hooligan zu sein. Er war oft dabei, wenn viele seiner früheren Freunde auf andere eingeschlagen haben. Doch dies liegt in der Vergangenheit, da er sein Leben wieder in den Griff bekommen hat. Heute hat er noch einige Freunde aus jener Zeit, aber manche von ihnen haben ein gesehen, dass ihre damalige Einstellung falsch war.
Mandy Engelbrecht , Kimberley Große, Jenny Dalhof,
Gesamtschule Fröndenberg, Klasse 8.5

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