Vorstadtkrokodile

Einfühlsam und actionreich

19.05.2009 | 17:09 Uhr

Holzwickede. Hannes, Kai, Olli, Frank, Maria, Elvis, Jorgo und Peter erzählen auf der Kinoleinwand von Freundschaft und einem kniffligen Kriminalfall. Zeus-Reporter wollten es genau wissen und sich von der spannenden Geschichte in den Bann ziehen lassen.

Hannes (Nick Romeo Reimann) möchte zu ihr gehören: der coolsten Kinderbande im ganzen Ort: die „Vorstadtkrokodile”. Doch die Aufnahmeprüfung ist schwerer, als vermutet – Hannes setzt sein Leben aufs Spiel. Er klettert aufs Dach der alten Ziegelei, findet den Krokodilanhänger und wird zum Mitglied der Bande. Doch dann passiert es: Hannes rutscht aus und droht zehn Meter in die Tiefe zu fallen. Nur die gerade eintreffende Feuerwehr kann das Unglück verhindern.

Aber wer hat die Feuerwehr gerufen? Kai (Fabian Halbig), seit einem Unfall querschnittsgelähmt und im Rollstuhl sitzend, beobachtete das Geschen durch sein Teleskop und verhinderte den Unfall. Widerwillig macht Hannes sich auf den Weg, um sich zu bedanken. Kai und er werden schnell Freunde, doch der „Spasti”, wie ihn alle nennen, birgt noch mehr Geheimnisse. Eines Nachts wird in den Laden von Hannes Mutter eingebrochen. Sie und ihr Sohn brauchen Geld und zwar dringend. Da kommen die ausgesetzten 1000 Euro Belohnung gerade recht. Kurzerhand beschließen die Vorstadtkrokodile, die Täter zu finden und Kai, der den Einbruch beobachtet hat und sogar das Versteck der Gauner kennt, bietet ihnen seine Informationen gegen die Aufnahme in die Bande an.

Doch sind Kais Beobachtungen wirklich einen Rollstuhlfahrer, der „noch nicht einmal flüchten kann”, in der Bande wert?

„Vorstadtkrokodile” überzeugt durch eine spannende Geschichte und die actionreichen und lustigen Szenen. Schauspielerisch überzeugt vor allem Nick Romeo Reimann (Hannes), der 2007 für den UNDINE-Award als bester jugendlicher Nebendarsteller nominiert wurde. Erfahrung hatte er schon in diversen Auftritten als Nerv in „Die wilden Kerle” gesammelt. Auch Leonie Tepe (Maria) spielt ihre Rolle als pubertierende Schwester außergewöhnlich gut. Ihre Dialoge gibt sie gewitzt wieder und lässt den Zuschauer immer wieder über ihre Ansicht, erwachsener als die anderen zu sein, lächeln.

Aber am erstaunlichsten spielt Fabian Halbig (Kai). Niemand würde vermuten, dass er kein wirklicher Rollstuhlfahrer ist. Seine Bewegungsabläufe lassen darauf schließen, dass er seine Beine wirklich nicht benutzen kann. In Wirklichkeit ist Fabian Halbig aber weder Schauspieler, noch behindert, sondern spielt Schlagzeug bei der Rock-Pop-Band „Killerpilze”

Kirsten Behr, Natalie Stut, Corinna Schön,

Clara-Schumann-Gymnasium, Holzwickede, Klasse 8a

Kirsten Behr, Natalie Stut, Corinna Schön

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