Jugendherberge Hilchenbach

Mehr als nur ein neuer Anstrich

10.05.2009 | 19:52 Uhr

Hilchenbach. Die Zahl der Übernachtungen in der Jugendherberge Hilchenbach ist nach Angaben des Herbergleiters Jürgen Hof im vergangenen Jahr um rund 25 Prozent gestiegen.

Einen wichtigen Beitrag zu diesem Erfolg leisteten die umfangreichen Renovierungsarbeiten im Gebäude, die vor einiger Zeit beendet wurden. Finanziert wurden diese teilweise durch private Spenden, aber auch durch die Sparkasse.

Die Zimmer bekamen einen neuen Anstrich und auch im Außenbereich ändert sich einiges: Der Hochseilgarten wird Ende Mai nutzbar sein, die Fertigstellung des Streetsoccer- und Beachvolleyball-Feldes rückt näher. Sogar eine Grillhütte wird errichtet.

Helle Holzvertäfelungen in den Speisesäalen und Farben in den Fluren sollen die Einrichtung freundlicher, moderner und frischer wirken lassen. Nun erstrahlt die kleinste Jugendherberge im Landesverband Westfalen-Lippe wieder in vollem Glanz.

Reinhard Gämlich, Leiter des Stadtarchivs Hilchenbach, gab uns einen Überblick über die Geschichte der Jugendherberge. Die erste Unterkunft für Jugendliche wurde in Hilchenbach 1907 als „Schüler- und Studentenheim” Am Preist 3 eingerichtet. Wilhelm Münker forderte diese Einrichtung. Als Naturschützer wollte er, dass die Jugend die Natur besser kennenlernt.

Die Belegungszahlen stie-gen zwischen 1907 und 1911 um rund 400 Prozent. Weitere Möglichkeiten zur Unterbringung wurden benötigt. Aber Notlösungen, wie das Anmieten der Schützenhalle, waren nicht von großem Nutzen.

Deshalb entschied man sich 1928 dazu, ein größeres Haus zu bauen – jenes in der Wilhelm-Münker-Straße, das heute von Jürgen Hof geleitet wird. 1933 bekam es die Bezeichnung „Jugendherberge”. Noch heute wacht ein Bild des alten Wilhelm Münker im Eingang des Hauses über das Geschehen.

Ann-Christin Klein, Melanie Rößger und Annika Gerdes, Klasse 8b, Gymnasium Stift Keppel, Hilchenbach-Allenbach

Ann-Christin Klein, Melanie Rößger und Annika Gerdes

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