Zivilcourage - nur wie?
06.11.2009 | 16:25 Uhr 2009-11-06T16:25:00+0100
Dominik Brunner wollte vier Kindern helfen. Am 12. September wurden sie in einer S-Bahn von zwei Jugendlichen bedroht. Vor den Augen der Kinder wurde Dominik Brunner von den zwei Jugendlichen brutal zusammengeschlagen.
Im Krankenhaus versuchten die Ärzte, ihm zu helfen, doch er starb an den schweren Verletzungen.
So hat unsere Klasse, die 8./9. Klasse der Fritz-Reuter-Schule, reagiert, als wir von dem Vorfall gehört haben: „Ich habe mich sehr erschrocken. Lieber hinsehen, als wegsehen. Es ist erschreckend, dass die beiden Jugendlichen so jung und brutal waren”, sagte etwa Sarah. Ihr Mitschüler Kevin reagierte ähnlich: „Ich habe Angst, dass mir so etwas auch einmal passiert.” Aber was genau soll man tun, wenn jemand belästigt oder geschlagen wird? Thomas Roth von der Hagener Polizei beantwortete uns diese Frage, indem er uns sechs wichtige Tipps gab.
Helfen ja, aber nicht selbst in Gefahr bringen
Erstens: Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. Man sollte zu anderen hingehen und sie ansprechen, um mit mehreren zu helfen, nicht allein. Außerdem ist es wichtig, die Polizei zu alarmieren.
Zweitens: Ich fordere andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. Es ist wichtig, dass man andere persönlich anspricht, wenn man Hilfe braucht, zum Beispiel: „Sie in dem roten T-Shirt, bitte helfen Sie mir!”
Drittens: Ich beobachte genau und präge mir Täter-Merkmale ein. Jedes Detail kann wichtig sein.
Viertens: Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110. Damit ist gemeint, dass ich mit meinem Handy die Polizei anrufen soll. Wenn ich mein Handy nicht dabei habe, spreche ich jemanden an. Von einer Telefonzelle aus kann man im Notfall auch umsonst anrufen.
Fünftens: Ich kümmere mich um Opfer, wenn jemand verletzt ist. Man sollte Erste Hilfe leisten, den Rettungsdienst rufen und das Opfer beruhigen.
Sechstens: Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung. Wenn man zum Beispiel gesehen hat, dass jemand geschlagen worden ist, sollte man nicht einfach weggehen, sondern der Polizei alles sagen, was man beobachtet hat.
Ein Gemeinschaftsprojekt der
Kl. 8/9 der Fritz-Reuter-Schule

19:17
hässlicher tuncay sagte nichts dieses opfer wie immer jeder aus der klasse sollte sich dazu äussern und nicht nur ein oder zwei jeder sollte zu wort kommen in diesem text