„Wir sind eine starke Region in NRW“
08.09.2010 | 16:32 Uhr 2010-09-08T16:32:00+0200
Arnsberg. Der neue Regierungspräsident in Arnsberg, Dr. Gerd Bollermann, ist gebürtiger Sauerländer, lebt aber seit langem in Dortmund. Damit verkörpert er die beiden unterschiedlichen Regionen im Regierungsbezirk. Heinz Krischer sprach mit ihm über seine Pläne und Vorstellungen.
Westfalen hat oft die Sorge, dass das Rheinland bei der Landesförderung besser abschneidet. Sehen Sie sich als Fürsprecher Westfalens in Düsseldorf?
Dr. Gerd Bollermann: Meine erste wichtige Aufgabe: die Stärken unserer Region auch deutlich zu machen. Diese Region ist eine starke Region in NRW. Sie stellt nur manchmal ihr Licht zu sehr unter den Scheffel. Und das ist etwas, das wir bearbeiten müssen. Wir haben tolle Unternehmer, tolle Unternehmerinnen. Wir sind ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen. Und wir müssen selbstbewusst diese Botschaft heraustragen, um auch wahrgenommen zu werden.
„Das ist in die
Hose gegangen“
Was heißt das?
Wir müssen und wir werden die Bürgerinnen und Bürger schützen. Das ist unsere erste Pflicht. Und deswegen sind wir auch für eine vollständige Reinigung des Geländes. Wir koordinieren das, aber es ist rechtlich sehr schwierig, weil die Gegenseite mit guten Anwälten ihre eigene Strategie durchzusetzen versucht. Und insofern sind wir nur bedingt handlungsfähig. Aber es ist vollkommen klar: Wir wollen sanieren, wir wollen, dass dieses Problem bei der Wurzel gegriffen wird und wir werden das auch packen.
Manche führen die Kontroll-Probleme auf zu wenig Personal zurück. Gibt es ein strukturelles Problem in Ihrem Haus?
Ja, es ist schwierig geworden dadurch, dass wir in den letzten fünf Jahren 30 Prozent des Personals verloren haben. Und das bezeichne ich als ausgesprochen kritisch. Ich kann auch sagen: Das ist die Altlast, die die vergangene Regierung zu verantworten hat.

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