Wie nutzen Rechtsextreme das Internet?
14.08.2009 | 19:06 Uhr 2009-08-14T19:06:00+0200
Berlin. Neonazis nutzen das Internet immer intensiver und geschickter, um ihre rechtsradikalen Botschaften an Jugendliche heranzutragen. Allein im Jahr 2008 verdoppelten sich die aufgespürten rechtsextremen Beiträge im Netz auf mehr als 1500. Ein Schwerpunkt der Internetaktivitäten geht von NRW aus.
Jugendschutz.net stellte am Freitag eine aktuelle Untersuchung zum Thema vor.
Was treiben Neonazis im Internet?
„Sie nutzen die Möglichkeiten des Web 2.0, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten und Jugendliche mit Videos und Musik zu ködern”, sagte gestern Stefan Glaser, Leiter des Arbeitsbereichs Rechtsextremismus von jugendschutz.net. Neonazis gründeten soziale Netzwerke für Gleichgesinnte im Internet, in denen sie ungehindert gegen Minderheiten hetzen und demokratiefeindliche Thesen verbreiten könnten.
Wie tarnen sich Rechtsradikale im Netz?
Im Jahr 2008 spürte jugendschutz.net im Internet 1707 Szene-Websites auf, so viele wie noch nie seit Beginn der Arbeit im Jahr 2003. Dabei gingen die Neonazis immer geschickter und professioneller vor, sagte Glaser. Ein Trend ziehe sich durch alle Bereiche: Rechtsextreme sprächen mit bunten Websites, Symbolen aus verschiedenen Jugendszenen und griffigen Slogans vor allem junge Internetsurfer an. Verstärkt werden professionell gemachte Videos eingesetzt und aktuelle Musik eingespielt. Glaser: „Für Neonazis sind Videos und Musik inzwischen das Propaganda- instrument Nummer Eins.” Vielfach versteckten sich Rechtsverdächtige hinter neutralen oder sogar der linken Szene zuzuordnenden Symbolen. Angeboten werden aber auch Stundenpläne für Schüler, Vorlagen für Sprayer und Verkaufsplätze für Devotionalien aus der Neonaziszene.
Viele Neonazi-Seiten kommen aus NRW
Intensiv genutzt wird das Internet auch von rechtsradikalen Kameradschaften, die sich unter anderem mit Freizeitangeboten an die Jugendlichen wenden. Von den 321 im Jahr 2008 dokumentierten Websites stammten die meisten (51) aus NRW. Besonders aktiv waren die Kameradschaften auch in Niedersachsen und Bayern mit 23 und 22 Internetangeboten.
Nach wie vor im Internet vertreten ist auch die NPD mit 190 Websites. Die meisten NPD-Angebote kamen wiederum mit 30 Seiten aus NRW vor Bayern (29) und Sachsen mit 27 Seiten. Laut jugendschutz.net sind auch die NPD-Websites immer besser gemacht und bieten Links zu zahlreichen rechtsradikalen Inhalten. Jugendschutz.net geht daher mittlerweile von einem regelrechten Neonazi-Netzwerk im Internet aus.
Wie erfolgreich ist der Kampf gegen Neonazis im Internet?
Wie beim Hase-und-Igel-Spiel gelingt es den Internet-Fahndern immer wieder, rechtsradikale Internetseiten sperren zu lassen. Das Geschäft wird aber schwieriger, weil sich die Neonazis immer besser tarnen und haarscharf entlang der Legalität bewegen und fast täglich neue Internetportale eröffnen. Die meisten entdeckten Verstöße bezogen sich auf Hinweise auf verfassungswidrige Organisationen. Volksverhetzende Aussagen fielen in 25 Prozent der Verstöße auf. Holocaust-Leugnungen spielten mit fünf Prozent nur eine geringe Rolle. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Google/YouTube sei es 2008 gelungen, 1500 rechtsradikale Seiten und Inhalte sperren oder entfernen zu lassen. „Das sind 90 Prozent der auffälligen Seiten”, zog Glaser eine Erfolgsbilanz. In zwei Fällen konnten sogar zwei neonazistische Download-Portale im Ausland komplett gelöscht werden.

19:43
Oho ein Treffpunkt für Gleichgesinnte.
meist sind dienigen die auf andere hinweisen auch die Angesprochenen.Nur weil mit euch keiner spielen will heisst das nicht das die Leute mit dem anderen Extrem zu tun haben wollen,wobei das natürlich bei weitem nicht so Demokratiefeindlich ist wie das Rechte.
Ich habe noch nie einen Linken nach einem Totalitären System schreien sehen nur das Wimmern und Selbstmitleid von der NPD die ja so ungeliebt sind,zu recht.
11:00
Ich kann es bald nicht mehr hören / lesen.
Klar machen sich die rechten im Netz breit, genauso wie die extrem Linken ja auch.
Wo bleibt denn bitte der Aufstand wenn extrem Linke nach ihrer Lesart eines Totalitären Systems schreien.
Keiner der halbwegs bei Verstand ist bestreitet daß das NS-Regime unverzeihliche Verbrechen begangen hat die sich nicht Widerholen dürfen, von daher muss da frühzeitig gegengegrätscht werden.
(Keine heititeiti Bewährungsstrafen gegen Hetzer und Negerklopper sondern massive Jahrzehntelange Zwangsarbeit unter Abschluss von Licht.
Das sollte aber genauso für die Linken Brandstifter gelten. Oder will mir jemand erzählen daß Lenin/Stalin harmlose nette Onkel waren?
Auch die Antifa oder die Linksfront haben im Netz nichts verloren. Punkt
17:30
Der Kampf gegen den Faschismus leidet an einem kleinen Schönheitsfehler: Dem Mangel an Faschisten.
Die NPD ist dabei, sich selbst zu zerlegen, ihre Vorstände bestehen zur Hälfte aus verdeckten Ermittlern des Verfassungsschutzes, das braune Fussvolk wählt genauso gern die roten Socken der PDS.
Der Faschismus tritt heute im Gewand der Antifa auf. Es sind die Schlägertrupps der Autonomen, die Wegelagerer von Greenpeace, die totalitären Tierrechtler wie der Mörder von Pim Fortuyn, die Autoabfackler von Friedrichshain, die Freunde der Hamas, der Hisbollah und des iranischen Präsidenten, die dem alternativen Faschismus den Weg ebnen.
17:29
Da mittlerweile alles als rechtsextrem oder gar Nazi bezeichnet wird, was rechts der SPD ist bzw bald alles was auf der rechten Strassenseite geht/faehrt, bin ich auch rechtsextrem!
Aber wann wird denn mal etwas gegen linksextreme Netzwerke wie zB Gruene und die Mauermoerder-Partei, den SPIEGEL und andere Kommunisten unternommen, die weitaus erfolgreicher sind, Deutschland zu zerstoeren??
17:20
Zitat aus dem Thule-Netz zum Thema Umgang mit dem Internet:
(...)Wir als scheinbar entschiedene Demokraten aus der rechten Mitte verstehen dann überhaupt nicht, warum die Antifas gegen uns die Keulen schwingen und zu uns so intolerant sind. Liberale Scheisserchen verteidigen uns, wenn wir nur geschickt genug argumentieren, für uns die Freiheit der Netze verteidigen.(...)
14:20
der vorschreiber hat es erkannt, wovon die Gefahr ausgeht. Dem stimme ich zu.
Guter Journalismus beginnt mit gründlicher Reserche und nicht bei Dpa ect. kaufen...oder war es (an)leihen....
Interessant wäre mal die Tankstelle Shell und Ihrem Exnamen; Standart Oil zu betrachten. Im Hinblick auf den 2. Weltkrieg. Dies ist nur eine neutrale Aufforderung und stellt keinen Rechtsextremismus dar.
12:15
Schlimm, schlimm, die Neonazis machen sich im Web breit.
Ich bin es leid, andauernd die Warnmeldungen über die Rechtsextremen. Und was ist mit den Linken? Die wirkliche Gefahr geht von unseren Medien, den Parteien aus, die schlimmere Propaganda betreiben als Hitler und Stasi. Wir haben NICHTS NICHTS NICHTS aus der Geschichte gelernt, alles wird sich wiederholen.
Danke, DerWesten, fürs Mitmachen.