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Gourmetfestival

"Westfalen kann auch anders"

19.04.2010 | 19:27 Uhr
"Westfalen kann auch anders"

Westfalen. Kochfreunde und Genießer können sich auf den Herbst in Westfalen freuen: Dann findet hier das erste Gourmetfestival der Region statt.

 „In den großen Feinschmecker-Magazinen spielt die Musik für Feinschmecker-Restaurants erst südlich der Main-Linie. Westfalen wird da sehr vernachlässigt. Das wollen wir ändern”, sagt Gerhard Besler, Chef des in Lünen beheimateten Westfalen-Instituts für Gastronomie und Touristik. Der Westfälische Gastronomiepreis, den der Verleger vor drei Jahren ins Leben rief und der auf eine „Wahnsinns Resonanz” gestoßen sei, war nur der Anfang. Nun will Besler mit einem großen „Westfalen Gourmetfestival” die Häuser und Küche der Region, wie er selbst sagt, „aufs Schild heben”.

Vor dem Gourmetfestival: Auf dem Foto der Spitzenkoch Stefan Manier bei der Arbeit. Rechts im Bild Gerhard Besler (Organisator und Präsident des Westfaleninstituts)

In zehn Spitzen-Gastronomien der Region, zwischen Münster und Schmallenberg, zwischen Dortmund und Bad Driburg, präsentieren sich vom 2. September bis 14. November westfälische Restaurants mit eigens zu diesem Anlass kreierten Spezialitätenmenüs. Unterstützt werden sie dabei von Gastköchen aus der gesamten Republik - darunter prominente Vertreter wie Alfred Biolek, die Zwei-Sterne-Köche Stefan Steinheuer und Thomas Bühner, DFB-Koch Holger Stromberg, Sternekoch Björn Freitag oder auch Newcomer Stefan Neugebauer, der gerade vom Schlemmmer Atlas zum „Aufsteiger des Jahres 2010” ausgezeichnet wurde.

Hoch über dem Ruhrschnellweg

Wer wo wann zu Gast ist, stellten Teilnehmer, Sponsoren und Veranstalter am Montag  hoch über dem Ruhrschnellweg, im „B1” von Spitzenkoch Stefan Manier, im Dortmunder Inhouse vor. Und rund vier Monate vor dem Beginn waren sich alle bereits einig: Dieses Festival kann eigentlich nur ein Erfolg werden.

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WR-Info

DAS PROGRAMM

  • Die Veranstaltungen und Gourmetfestival-Wochen  im Überblick:
  • 2. September: Eröffnungsgala im Casino Hohensyburg in Dortmund mit Küchenchef Rolf van der Linde.
  • 6. bis 12. September:  Restaurant Gabriel’s im Hotel Kaiserhof in Münster mit Thomas Bühner am 12. September.
  • 13. bis 19. September: Romantik-Hotel & Restaurant Sim-Jü in Werne mit Heiko Antoniewicz am 14. September.
  • 20. bis 26. September: Gräflicher  Park, Hotel & Spa,  Bad Driburg, mit Überraschungs-Sternekoch am 20. September.
  • 27. September bis 3. Oktober: Rohrmeisterei Schwerte mit Alfred Biolek am 30. September.
  • 4. bis 10. Oktober: Overkamp in Dortmund mit Stefan Steinheuer am 6. Oktober.
  • 11. bis 17. Oktober: Gasthaus Stromberg in Waltrop mit Alexander Dressel (12.10), Holger Stromberg (15.10.) und Stefan Neugebauer (17.10).
  • 18. bis 24. Oktober: Hotel-Restaurant Hof Hueck in Bad Sassendorf mit Olaf Baumeister am 22. und 23. Oktober.
  • 1. bis 7. November: Hotel Deimann in Schmallenberg mit Holger Bodendorf am 7. November.
  • 8. bis 14. November: Hotel & Restaurant Dresel in Hagen mit Björn Freitag am 11. November.
  • 12. November: Abschlussparty in der Rohrmeisterei Schwerte mit Küchenchef Manfred Kobinger.

„Die Idee ist ganz toll. Wir haben lange darauf gewartet. Einer musste einfach mal die Initaitive ergreifen”, kommentierte der Dortmunder Gastronom Günter Overkamp-Klein. Und Peter Crämer aus Münster bestätigte: „Es muss nicht immer die hohe Rippe und die dicken Bohnen geben. Westfalen kann auch anders. Und es ist schön, es in solch einem Kontext zu zeigen.”

Die Besucher sollen dabei zwar durch die prominenten Köche angelockt werden - gleichzeitig sollen sie jedoch erleben, was die Region überhaupt zu bieten hat. Und dabei Apetit aufs Wiederkommen erhalten. Auch ohne Festival.

"Total spannend"

Stefan Manier

Konkurrenz ist den beteiligten Küchenchefs und Restaurant-Besitzern dabei fremd: „Dieses Festival ist eine total spannende Sache”, lobte Stefan Manier, der gleich drei seiner Weggefährten aus der Generation der Jungen Wilden bei sich in Waltrop präsentieren wird. Karl-Heinz Linnenberg, Chef eines Kaffeeherstellers aus Braunschweig, zeigte sich bereits überzeugt: „Ich kenne Gourmet-Festivals aus anderen Bundesländern. Wer einmal dabei war, wird beim nächsten Mal um einen Tisch kämpfen.”

Gerhard Besler ist jedenfalls optimistisch, dass aus der Premiere eine Tradition wird: Die ersten Restaurants, die sich zu spät für eine Teilnahme entschieden hatten, haben bereits ihr Interesse für das nächste Jahr signalisiert.

Die Menüs kosten zwischen 58 und 165 Euro pro Person. Infos und Reservierungen ab sofort unter www.westfalen-gourmetfestival.de und bei den beteiligten Restaurants.

Katja Sponholz

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