Wer sucht Lehrlinge?
13.05.2008 | 22:58 Uhr 2008-05-13T22:58:35+0200Dortmund. Die Lage am Ausbildungsmarkt ist rosig wie lange nicht mehr. Gute Zeiten für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen.
Was sind die Wunschberufe der Jugendlichen in NRW?
Ganz oben steht der Kaufmann bzw. die Kauffrau im Einzelhandel. Es folgen: Bürokaufmann/frau, Verkäufer/in, Friseur/in und die Arbeit als medizinische/r Fachangestellte/r. Auf Rang sechs und sieben: Industriekaufmann/frau sowie Kfz-Mechatroniker/in. Auf den letzten Plätzen in den Top Zehn der Wunschberufe, die die Bundesagentur für Arbeit für NRW erstellte: Industriemechaniker/in, Tischler/in und Koch/Köchin.
Sind das auch die Top 10 der Ausbildungsberufe?
Teils ja. In dieser Liste finden sich allerdings Bankkaufmänner/frauen, die Lehre im kaufmännischen Bereich mit der Richtung Großhandel sowie der Bürokaufmann bzw. die Bürokauffrau.
Wo gibt's die größten Lücken im Lehrstellenmarkt?
Die meisten unbesetzten Ausbildungsplätze gibt es für diejenigen, die Kaufmann/frau im Einzelhandel werden wollen. Es folgen: Bürokaufmann/frau, Industriekaufmann/frau und Verkäufer/in. Betriebe suchen zudem Köche und Köchinnen, Fachverkäufer/innen für Bäckereien und Bankkaufmänner/frauen.
Sind die Firmen mit den Lehrstellensuchenden zufrieden?
Nicht immer. "Das größte Manko der Bewerbenden liegt im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen sowie in Mathe", sagt Ausbildungsexperte Thilo Pahl vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Aber auch bei sozialen Kompetenzen haben viele Bewerber Defizite."
Wie zeigt sich das?
Im Betrieb muss man pünktlich sein, zuverlässig, miteinander reden und Probleme lösen. "Viele schaffen es aber nicht mal, ,Guten Morgen' zu sagen", sagt Klaus Bourdick von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Arnsberg.
Gibt es viele Altbewerber?
Zu viele, sagen Experten. Altbewerber sind Jugendliche, die seit mindestens einem Jahr einen Ausbildungsplatz suchen. Im Bezirk Arnsberg zum Beispiel sind nach IHK-Angaben 50 Prozent der Suchenden Altbewerber.
Welche Folgen hat die schrumpfende Bevölkerung für den Ausbildungsmarkt?
"Im Jahr 2020 wird es 30 Prozent weniger Schulabgänger als jetzt geben", sagt Fachmann Pahl. Daher werden Firmen qualifizierte Schulabgänger noch mehr umwerben. Nötig ist aus Sicht von Experten, dass der Staat dafür sorgt, dass die Schulen mehr Jugendliche zur Ausbildungsreife bringen. Derzeit kann ein Fünftel der Schulabgänger nach DIHK-Angaben lediglich auf Grundschul-Niveau lesen, rechnen und schreiben. Zudem müssen Firmen verstärkt auch schwächeren Azubis Chancen und Unterstützung geben.

14:37
Wenn angeblich noch so viele freie Ausbildungsstellen verfügbar sind, fragt man und vor allem ich micht, warum es nicht möglich ist, mit einem Fachabitur eine solche zu bekommen? Das zuständige Arbeitsamt schickt im Abstand von 3 Monaten (vielleicht) Stellenangebote, bewirbt man sich auf diese, sind sie schon besetzt oder man hört nie wieder etwas von seiner Berwerbung. Und das man die Unterlagen (irgendwann) zurückbekommt, kann man auch getrost vergessen. Nu, sollte jemand wirklich noch einen Auszubildenen suchen, melden sie sich unter sebastian_beddies@gmx.net
12:33
Ich kann nur sagen: Leute, qualifiziert Euch. Sonst muss sich keiner wundern, wenn qualifizierte Leute importiert werden, die das tun, wozu man hier offenbar nicht in der Lage ist. Getan werden muss die angebotene Arbeit sowieso. Ist also zwecklos, sich in die Opferhaltung a la ich krieg ja sowieso nix zu begeben. Also: Ran an den Speck, runter vom Sofa uns Gas gegeben!