Weitere Firmen mit dem Gift PCB belastet
29.06.2010 | 20:03 Uhr 2010-06-29T20:03:00+0200
Dortmund. Neue Giftfunde im Dortmunder Hafen: Der Skandal um den stillgelegten Entsorger Envio brachte gestern die nächste Hiobsbotschaft. Auch Betriebsstätten von vier unmittelbar angrenzenden Firmen sind mit PCB belastet. Die betroffenen Mitarbeiter sind geschockt.
Im Landesumweltamt untersuchte Kehrproben brachten die Gewissheit: Im Staub von vier Hallen, die zum Teil auch von der Giftfirma Envio mitbenutzt wurden, stecken hohe Mengen des als krebserregend geltenden PCB. In der Spitze lagen die Konzentrationen an den Arbeitsplätzen um das 13-fache über dem EU-Richtwert für die Abfallentsorgung. Dioxine und Furane seien nicht festgestellt worden, so Jörg A. Linden, Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg.
Die betroffenen Ableger der Firmen DHL, TSW, Gimatec und Kolk räumten gestern das verseuchte Feld. Arnsberg hat die Reinigung der belasteten Flächen angeordnet. Dass Envio für die Ausweitung der Giftbelastung verantwortlich ist, steht für die Bezirksregierung außer Frage. „Das ist ganz offensichtlich“, sagt Linden mit Blick auf die „unmittelbare räumliche Nähe“ zu dem PCB-Entsorger, der vor sechs Wochen wegen massiver Verseuchungen des Firmengeländes stillgelegt wurde.
Angesichts der verheerenden Blutbefunde von 30 Envio-Mitarbeitern wächst bei der Stadt die Sorge um die Gesundheit von rund 300 Beschäftigten, die im direkten Umfeld der Giftfirma tätig waren. Ihre Blutergebnisse werden in der kommenden Woche erwartet.

13:50
Dachte immer, der Rüttgers wäre ein
Arbeiterfreund gewesen ?
00:13
Wenn schon denn schon ...
Weitere Firmen mit dem Gift PCB belastet.
Ob Herr Uhlenberg jetzt weis über was er blinden Auges schaute?
00:04
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23:57
Die BR Arnsberg lenkt ab auf Dortmund. Die spielen ausnahmesweise hier nur eine Nebenrolle.
Rüttgers, Thoben und Uhlenberg haben die Zahl der Umweltkontrolleure bei der BR Arnsberg auf 10 (in Worten: Zehn!!) bei 20.000 Betrieben gekürzt (O-Ton Diegel in der Aktuellen Stunde). DAS IST EIN POLITISCHER SKANDAL!! Die BR Arnsberg muss vertuschen und mit dem Finger auf Dortmund und andere zeigen, will sie sich nicht mit ihrer ganz speziellen Landesregierung anlegen kann. Und kaum mea culpa bei der BR. Nur der diesmal kleinlaute, Baldpensionär RP Diegel in der Aktuellen Stunde.
23:08
Fürsorgepflicht, ein Fremdwort für Raffkes und Behördenlakaien.
Der Artikel klingt zwar nüchtern, aber hier wurden Leben zerstört.
Wegen des maximalen Profites weniger.
Also Namen in die Presse damit klar ist welche asozialen und kriminellen Geschäftsmänner so handeln.
Die Beweislage ist laut BR ja klar und somit amtlich festgestellt.
Der öffentliche Pranger hilft zwar nicht den Opfern, aber die Täter werden dadurch nicht ungeschoren davon kommen.
Sollte, und so scheint es, die Überwachungsbehörden ihrer Arbeit nicht oder unzureichend nachgekommen sein, muss das Konsequenzen bis hin zu Minister haben, der diese Strukturen zu verantworten hat.
Oder hat Herr Uhlenberg nicht gewusst wie seine Behörde „arbeitet“.