Weiterbau der A 46 im Prinzip möglich
03.11.2009 | 18:53 Uhr 2009-11-03T18:53:00+0100Wird der Klageweg den geplanten Autobahnweiterbau zur Sackgasse machen? Gestern wurde in Meschede die Rohfassung der Umweltverträglichkeitsstudie zum Lückenschluss der A 46 zwischen Hemer und Arnsberg vorgestellt.
Gutacher sehen zwar Probleme, die auf die Umwelt zukommen – glauben aber auch, dass sie gelöst werden können. Die Gegner eines Weiterbaus der A 46 hingegen sind skeptisch und wollen die Autobahn vor Gericht verhindern. Und sind sich sicherer als jemals zuvor.
BUND-Vize Klaus Brunsmeier macht keinen besorgten Eindruck. Wäre der nicht eigentlich angemessen für einen Umweltschützer, nachdem er gehört hat, welche Auswirkungen der Lückenschluss der Autobahn A 46 im Sauerland für die Umwelt nach sich ziehen würde?
»Keine Trasse
möglich, das sieht
doch ein Blinder«
Bis zu hundert Arten von Tieren drohe eine erhebliche Beeinträchtigung, sollte die A 46 in diesem Korridor zwischen Menden, Wickede und Arnsberg gebaut werden, sagt Dr. Henning Vierhaus (LNU). Zahlreiche Fledermausarten würden vertrieben; für Neuntöter, Specht, Schwarzstorch und den Roten Milan hätte die Autobahn „dramatische” Auswirkungen – bis hin dazu, dass manche der Arten ganz aus diesem großen Naturgebiet vertrieben werden. 62 „planungsrelevante” Arten und 32 gefährdete seien betroffen, sagt Dr. Vierhaus.
Klaus Brunsmeier bleibt dennoch gelassen. „Wenn die Straßenplaner es wagen, in diesem Korridor eine Linienführung auszuweisen, werden wir dagegen klagen”, kündigte der stellvertretende Bundesvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) an. Das habe man bereits im Vorstand beschlossen. Seit der erfolgreichen Klage der Umweltschützer gegen das Kraftwerk Datteln ist man sicher, auch den Autobahn-Lückenschluss verhindern zu können.
Aus zweierlei Gründen. „Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock, dass durch diesen Korridor keine Autobahntrasse passt”, urteilt Brunsmeier. Denn die Ankündigungen, dass durch Brücken, Tunnel, Lärmschutzwände und Leiteinrichtungen die bedrohten Tierarten geschont werden können, sei reine Spekulation.
Zum anderen habe man den Untersuchungsbereich für die Umweltverträglichkeitsstudie zu eng gezogen.
»Auf dieses Projekt
wartet die Region
seit Jahrzehnten«
Alternativen, wie einen Anschluss der Autobahn von Iserlohn kommend an Menden vorbei an die A 44 bei Unna-Ost seien nicht beachtet worden. „Es gibt bessere und verträglichere Lösungen, die zudem noch schneller und billiger gebaut werden können, als alle Varianten in diesem Korridor”, behauptet denn auch Claudia Mölle, Sprecherin der Gruppeninitiative gegen den Bau der A 46.
„Das wäre dann aber eine ganz andere Straße”, entgegnet Sven Koerner vom Landesbetrieb Straßen NRW. „Mit dem Lückenschluss geht es doch um die Erreichbarkeit des Sauerlandes.” Für ihn wie auch die meisten anderen Teilnehmer am gestrigen Behördentermin stehe nach der Präsentation fest: „Zwar gibt es keinen durchgängig konfliktarmen, dennoch aber einen realisierbaren Korridor.” Das sieht auch Regierungspräsident Helmut Diegel so. „Auf dieses Projekt wartet die Region seit Jahrzehnten. Nun haben wir eine gutachterliche Grundlage, auf der wir zielgerichtet weiterarbeiten können.”
So kann der Korridor eingegrenzt werden:
Im Bereich Hemer und Menden Unterquerung des Wohngebietes Stübecken und Querung des Hönnetals im Bereich eines Waldfriedhofes.
Für den östlichen Bereich des Untersuchungsraumes mussten weiter nördlich, außerhalb der Schutzgebiete „Luerwald und Bieberbach”, Korridore entwickelt werden.
Hier präferiert der Gutachter einen Korridor westlich der Ortslage Wimbern (Wickede/Ruhr) mit anschließender Unterquerung des Flugplatzes bei Echthausen und Anschluss an die A 46/A 445 südlich von Haus Füchten.

07:59
Alle die gegen den Ausbau bzw. Weiterbau der A 46 sind, können sich mal beim nächsten Wohnungswechsel eine neue Bleibe an der B 7 in Hemer oder Menden suchen und dort den tagtäglichen Wahnsinn hautnah erleben.
Der große Fehler der, aus welchen Gründen auch immer, vor mehr als 30 Jahren gemacht worden ist, dass die Autobahn damals nicht zügig weitergebaut wurde.
Zwischenzeitlich hat sich natürlich sehr viel verändert, so das es tatsächlich kaum noch möglich ist die Autobahn weiter zu bauen ohne dabei jemandem auf die Füße zu treten.
Aber ich denke mit gutem Willen und vor allem kompromissbereit müsste es möglich sein.
Denn bitte eines nicht vergessen, die meisten fahren Auto, und sollten somit auch bereit sein, dass eine oder andere Zugeständnis zu machen.
19:03
Wenn die letzte Fabrik geschlossen ist und kein Geld mehr verdient wird dann machen wir und über die Natur her. Und wenn die dann Kahlgefressen ist , ja dann .............dann machen wir uns über die Naturschützer her *lol*
17:04
Wie vollkommen Recht du damit hast!!!!
12:01
Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen,
erst dann werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
22:42
www.stork-retten.de
21:42
****** was auf den Roten Milan wir brauchen die Autobahn sonst müssen wir durch die Städte ,Dörfer und Wälder fahren und das ist für die Bewohner und die Tierwelt schlimmer als der Lückenschluß der BAB.............