Was fordern die Ärzte?
18.05.2009 | 19:16 Uhr 2009-05-18T19:16:00+0200
Essen. Die Dicken und die Weintrinker verstärkt zur Kasse zu bitten, wie es Ärzte-Chef Hoppe fordert, wirkt wie das Rezept, die Patienten sauer zu machen. Über andere Möglichkeiten, die Kosten zu senken, sprach Petra Koruhn mit dem Ärzte-Vertreter Rudolf Henke, Chef des Marburger Bundes.
Auch wer mutwillig Unfälle riskiert, soll höhere Kassenbeiträge zahlen, so die Debatte. Die meisten Unfälle passieren bekanntermaßen im Haushalt. Sollen Hausfrauen und Hausmänner also auch extra zahlen?
Aber nein. So, wie Sie fragen, hat das ja den Anschein, dass wir Ärzte es richtig finden, wenn Patienten bestimmte Leistungen selbst zahlen. Aber an den Ausgaben für Arzneimittel können wir ganz bestimmt sparen.
Mit welchem Ziel?
Wenn man den Patienten in Gesprächen dazu bewegt, dass mehr Bewegung und weniger Salz in der Nahrung die Pillen überflüssig machen, dann ist das doch ein guter Ansatz.
Für Gespräche erhalten Ärzte, die sich ohnehin über Pauschalen von 15 Euro pro Patient pro Quartal beklagen, so gut wie gar kein Geld. Welcher Arzt also wollte dann gerne das Gespräch führen?
Da liegt genau das Problem. Eine aktuelle Untersuchung hat ergeben, dass 85 Prozentder Klinikärzte meinen, dass die Zeit für die Versorgung nicht reicht. Von einem Gespräch ganz zu schweigen.
Ärzte klagen über schlechte Bezahlung. Und trotzdem stehen hinter den Praxen häufig Luxus-Autos. Klagen Ärzte auf hohem Niveau?
Im Vergleich zu anderen Selbstständigen ist das Einkommen nicht unbedingt hoch. Außerdem muss man die langen Ausbildungszeiten bedenken.
Haben Ärzte, die sich doch meistens ein eigenes Haus gönnen, aber gleichfalls auf das geringe Einkommen verweisen, nicht ein Glaubwürdigkeits-Problem bei den Menschen?
Nein. Im Gegenteil. Die meisten Patienten finden es ungerecht, dass sie hohe Krankenkassen-Beiträge zahlen, aber mancher Arzt nur 15 Euro pauschal im Quartal erhält.
Mit Blick auf die von der Ärzteschaft beklagten Missstände im System: Was könnte denn eine Lösung sein?
Helfen kann nur eine öffentliche Debatte darüber, welche Leistungen aus der Grundversorgung gestrichen und selbst finanziert werden sollten. Es ist heute schon üblich, dass man in Sportvereinen spezielle Zusatzversicherungen abschließt. Nur Freizeitsportler machen sich darüber keine Gedanken.
Sie schlagen auch die Gründung eines „Gesundheitsrats” vor. Was wären dessen Aufgaben?
Dort würde über Rationierungen der medizinischen Leistungen beraten. Da müssen Juristen rein, aber auch Ethiker, Sozialwissenschaftler, Ärzte und Patientenvertreter.

21:09
Pillen Überflüssig machen: dann wird mal eben eine so genannte Schweinegrippe oder Vogelpest festgelegt und für das ganze Volk Impfstoff besorgt, danach sind dann mehr Pillen da als vorher.
21:57
Ja, ja, wenn man nicht mehr weiter weiß, bildet man einen Arbeitskreis, da wird dann sehr viel leeres Stroh gedroschen und viel diskutiert, am Ende kommt nur eines dabei heraus:Mist!!!
Mein Vorschlag: Ärzte sollten sich ihrer Aufgabe widmen und nicht in fremden Gewässern fischen!
Die Krankenkassen werden reduziert auf max. drei.
In die Krankenkasse zahlen ausnahmslos alle ein, ob abhängig beschäftigt oder selbstständig. Es werden Äztezentren errichtet, deren Angehörige von den Krankenkassen direkt bezahlt werden. Die Mehrklassenmdizin wird abgeschafft.
Die Pharmaindustrie verpflichtet sich, Medikamente
zu einem Festpreis im In-und Ausland anzubieten. Re - Importe sind nicht gestattet. Nichtbeachtung wird strafrechtlich verfolgt. Lobbyisten werden aus den Regierungskreisen verbannt. Abgeordnete sind wieder Volksvertreter und nicht Erfüllungsgehilfen der Lobbyisten!!
Ein Wunschtraum? oder sollte es in Deutschland noch unabhängige Demokraten geben, die Volkes Willen respektieren.