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Von Tilkowski lernen

09.05.2008 | 21:00 Uhr

Von Michael Schmitz Schulen tragen meist langweilige Namen, benannt nach irgendeinem verblichenen Pädagogen. In Herne möchten Hauptschüler ihre Einrichtung "Hans-Tilkowski-Schule" nennen. ...

... Der Name des früheren BVB-Torwarts und Mitbeteiligten am legendären Wembley-Tor stehe für vorbildliche Lebensführung, argumentiert die Schulkonferenz.

Von Hans Tilkowski lernen also heißt von den Lebenden lernen und die Frage nach dem Sinn des Lebens wird hier beispielhaft mitgeliefert: War der Ball drin oder war er nicht drin?

Eine wirklich nacheifernswerte Anregung aus Herne, die sich beliebig übertragen ließe. Nach dem beherzten Tritt des Bremer Torwartes gegen einen HSV-Profi könnte man sich ein "Tim-Wiese-Kung-Fu-Kolleg" vorstellen, in denen Mitglieder städtischer Jugendgangs ihr verkümmertes Selbstbewusstsein aufpäppeln. Und in einer "Sigmar-Gabriel-Schule" eifern Tierpfleger ihrem tapsigen Idol nach.

Irgendwie könnten wir uns auch eine Gerhard-Schröder-Berufsschule vorstellen. Nicht für Schneiderlehrlinge (Brioni!), sondern für Maurer. Schröder hat früh erkannt, was wirklich wichtig ist: "Hol mir mal ne Flasche Bier, sonst streike ich hier." Damit die Jungs was fürs Leben lernen.

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