Von der Dominikanischen Republik zum Urlaub in den Pott
18.12.2007 | 19:03 Uhr 2007-12-18T19:03:39+0100Dortmund. Griechenland, Indien, die Dominikanische Republik - und 2009 das Ruhrgebiet. Das sind die Jahresschwerpunkte der ITB Berlin. Und: Mit dem Pott ist erstmals eine Region, kein Land, Partner der führenden Reisemesse. ...
... Gestern wurde in Dortmund der Vertrag unterschrieben. Auf Bundesebene werde das Ruhrgebiet "als Problemkind" gesehen, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert. Dabei belege das Land in Sachen Tourismus den zweiten Platz hinter Bayern, erwirtschafte die Branche drei Prozent des NRW-Bruttoinlandsprodukts, wie bei der Vertragsunterzeichnung geworben wurde.
Die Strahlkraft des Ruhrgebiets als "Kulturhauptstadt 2010" soll bei der Reisemesse für einen weiteren Schub sorgen: Oliver Scheytt, Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH, rechnet gar mit einem Anstieg der Übernachtungen von derzeit 4,4 Millionen pro Jahr um 20 bis 30 Prozent.
Partnerregion bei der Messe zu sein - das bedeutet, die Eröffnungsfeier (etwa mit Höhepunkten der RuhrTriennale) auszurichten. In der NRW-Halle die Sehenswürdigkeiten der Kulturlandschaft wie das Weltkulturerbe Zollverein hervorzuheben. Und viel Geld in die Hand zu nehmen: Eine Million Euro kostet die Beteiligung. Die Hälfte trägt der Bund.
Für Lammert ist das Kulturhauptstadtjahr die "erste und einzige Chance" für das Ruhrgebiet, "sich nach innen und außen deutlich zu positionieren". Der Bundestagsvizepräsdent kritisiert bei einem Pressefrühstück jedoch verhalten einige Projekte: Die geplante Sperrung der A 40 und das dort geplante Picknick, aber auch die Installation von Fesselballonen auf den ehemaligen Zechengeländen seien "anspruchsvolle Gags", die "mit Kultur im engeren Sinne nichts zu tun haben".
Oliver Scheytt derweil hat schon wieder andere Projekte im Kopf: Einen gemeinsamen Internetauftritt etwa (www.
metropoleruhr.de). Und die Schulung von Hotelmitarbeitern, Taxifahrer und am liebsten auch Frisören - damit alle nur noch an 2010 denken...

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