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Unternehmen müssen umdenken

06.11.2008 | 14:17 Uhr
Unternehmen müssen umdenken

Kleine und mittlere Unternehmen in NRW haben beim Thema Familienfreundlichkeit Nachholbedarf. "Es gibt noch viele, die dafür nicht aufgeschlossen sind", sagt Regina Held vom Verbund für Unternehmen & Familien. "Aber wenn sie gute Mitarbeiter gewinnen und halten wollen, müssen sie umdenken."

Hintergrund: Wer Fachkräfte an sich binden wolle, müsse künftig auch mehr Frauen beschäftigen, gleichzeitig nähmen die Väter ihre Rolle immer ernster und sähen sich nicht mehr nur in der klassischen Rolle des Ernährers. "In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit war dies kein Thema", meint die wissenschaftliche Mitarbeiterin. "Aber Arbeitgeber werden lernen müssen, dass sie sich mit diesem Thema zu beschäftigen haben."

Mit Mitteln der Europäischen Union und des NRW-Familienministeriums hat der Verbund jetzt gemeinsam mit der IHK im mittleren Ruhrgebiet ein Pilotprojekt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf durchgeführt und elf Betriebe für familienfreundliche Unternehmensführung ausgezeichnet. Das Spektrum der Projektteilnehmer reichte von Kleinunternehmen mit sechs Beschäftigten bis zu Großbetrieben mit 450 Mitarbeitern, von der Anwaltskanzlei und Apotheke bis zur Versicherung und Bank. "Es geht nicht darum, irgendwelche Gelder zu zahlen", bilanzierte Held, "sondern man muss Strukturen finden, die es den Beschäftigten ermöglichen, optimal beide Dinge - Familie und Beruf - miteinander zu verbinden."

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Katja Sponholz

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