Tunnellösung für A 46?
14.10.2009 | 17:18 Uhr 2009-10-14T17:18:00+0200
Arnsberg. Die erhoffte klare Aussage, wie und vor allem wann es mit dem Lückenschluss der A 46 zwischen Hemer und Arnsberg weitergehen kann, blieb NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper schuldig.
Gleichwohl zeigte er sich bei einer Veranstaltung der IHK Arnsberg entschlossen: „Irgendwann muss auch mal entschieden werden.”
Und dieser Zeitpunkt könnte näher rücken. Anfang November wird die Umweltver-träglichkeitsstudie zu den neuen Linienführungen der A 46 in einem Behördentermin abgestimmt. Danach soll sie auch öffentlich vorgestellt werden, kündigte Lienenkämper in Arnsberg an. Auf dieser Grundlage soll dann die Entscheidung für eine Linienführung fallen.
Weil die aktuellen Trassen-Planungen immer weiter nördlich und damit in Richtung Wohnbebauung in Wickede-Wimbern verschoben wurden, gibt es vor allem von dort Widerstände. Um diesen zu begegnen brachten die IHK und der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Ferdi Tillmann den Bau eines Tunnels ins Gespräch. Ähnlich wie in Freienohl oder Arnsberg-Uentrop, wo die Autobahn nah an die Bebauung rückte, könnte ein Tunnel oder eine mit „Deckel” versehene Trasse die Zerschneidung des Dorfes verhindern. „Das könnte ganz wesentlich dazu beitragen, für Akzeptanz zu werben”, glaubt Werner von Buchwald, IHK-Geschäftsführer in Arnsberg.
Eine Lösung, der Lienenkämper offenbar nicht grundsätzlich abgeneigt schien – wobei er allerdings auf die erhöhten Bau- und Folgekosten eines Tunnels verwies.
Die Einschätzung von Umweltschützern, die den Bau der A 46 aus Naturschutzgründen für „aussichtslos” halten (WR vom 13.10.2009), tat Lienenkämper ab. Das sei „Wunschdenken” sagte er, und deutete damit wohl auch an, dass die Umweltverträglichkeitsstudie eine mögliche Trassenführung weisen könnte. Ökologische Aspekte müssten berücksichtigt werden. „Aber: Wenn ein Weg gefunden ist, muss dieser auch gegangen werden.”

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