Todessprung nach Messerattacke
06.02.2009 | 21:35 Uhr 2009-02-06T21:35:09+0100Castrop-Rauxel. Als gutmütiger, liebevoller Vater wird der Unternehmer Markus G. beschrieben. In der Nacht zu gestern sprang er in den Tod, nachdem er seine Frau und seine beiden Kinder zuvor schwer verletzt hatte.
Nachbarn der Castrop-Rauxeler Familie hatten Schreie aus der Wohnung gehört. Sie eilten der 38-jährigen Ehefrau zur Hilfe, rissen den 7-jährigen Sohn noch vom Vater weg, der mit einem Küchenmesser auf Frau und Kinder einstach. Sie versuchten auch noch, den 42-Jährigen vom Sprung aus dem 3. Stock des Hauses abzuhalten. Aber vergebens. Der Familienvater sprang Richtung Garten in den Tod. Die Frau und der ältere Sohn wurden schwer verletzt, der 4-Jährige erlitt leichtere Schnittwunden.
Markus G. war Unternehmer. Mit dem Niedergang des Bergbaus rutschte sein traditionsreiches Familienunternehmen als Zulieferer für diesen Bereich in die Insolvenz. Freunde vermuten die Gründe für die Tat aber eindeutig im privaten Bereich.
Wie die Obduktion gestern ergab, starb der Familienvater, der sich laut Staatsanwaltschaft selbst noch einen Messerstich zufügte, an den Verletzungen des Sturzes. Zu den näheren Motiven könne die Ehefrau erst in der nächsten Woche befragt werden. Sie sei nicht vernehmungsfähig. Zu schwer sind die Verletzungen, die ihr Mann ihr zugefügt hat. "Es war knapp", sagt Staatsanwältin Carola Jakobs.
Allerdings schwebten die 38-Jährige und ihr ebenfalls schwer verletzter älterer Sohn nicht mehr in Lebensgefahr. Der kleine Sohn konnte inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden und befindet sich in der Obhut von Familienangehörigen.
Unternehmer G. hatte im vergangenen Jahr beruflich schwer zu kämpfen. Begonnen hatte die Misere 2005. "Da hatten wir einen Umsatzeinbruch von 85 Prozent", hatte er 2008 unserer Zeitung gesagt. Vor vier Jahren arbeiteten noch 70 Beschäftigte für das Unternehmen. Zu den strukturellen Schwierigkeiten habe es auch an Unterstützung durch die Hausbank gefehlt, hatte G. betont.

11:46
Nur wer selbst einmal an Depressionen und Ausweglosigkeit litt , weiss , dass man sein Verhalten nicht mehr rationell erklären kann .
Der Familienvater wollte seiner Familie nicht schaden .
Er wollte sie schützen .
Nicht allein zurück lassen in der Not ,
die der Familie bevorstand .
Ob begründet oder nicht steht gar nicht zur Diskussion.
*Er dreht durch * *Er ist am Ende seiner Kräfte *
*Panik macht sich breit *
Kennen wir Alle , diese Sätze
10:31
Das ist sehr tragisch und zeigt wieder einmal zu was wir Menschen fähig sind und da ist jeder gemeint ohne Ausnahme. Keiner weiss wie wir einmal in Extremsituationen reagieren werden.
Der Familienvater wird als gutmütig und liebevoll bezeichnet und dann passiert so etwas. Das zeigt das der Mensch eben nicht gut sondern böse ist. Das steht auch schon in der Bibel.
09:57
Egal ob wegen anstehender Scheidung, finanziellen Problemen oder ähnliches, SO ETWAS lässt sich durch nichts begründen.
Niemand, dem es in Deutschland auch noch so schlecht geht braucht verhungern oder ähnliches.
Einfach nur Krank.
Schlimm genug, dass er die Familie so verletzt hat, aber das er sich auch noch selbst das Leben nimmt, den Kindern und der Frau die Antworten auf das Warum...
argh...
einfach nur unverständlich
09:07
Wie ich den o.g. Beitrag, bzw. Nachricht gelesen habe, das die derzeit schwerverletzte Frau NÄCHSTE Woche zu den Motiven befragt werden soll, mußte ich sofort an Herrn Althaus denken, der erst im MÄRZ zu dem Unfall Anfang des Jahres befragt werden soll.
08:59
Mit 42 , ....da ist doch noch alles drinne.
Und was können die Kinder dafür ?
08:19
VOR 30 JAHREN STAND ICH VOR DEN GLEICHEN PROBLEMEN UND MIR HAT ES IMMER VORGEMACHT ICH ERWÜRGE MEINE FRAU UND MEINE KINDER: ICH HABE MICH MEINEN ARZT ANVERTRAUT-ES SIND DANN DEPRESSIONEN ; DIE DURCH DIE SITUATION AUSGELÖST WERDEN - UND DIE SITUATION UNTER HILFE VON MEDIKAMENTEN IN DEN GRIFF BEKOMMEN UND HEIL ÜBERSTANDEN!!!