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Dreharbeiten

Tanja Wedhorn fährt abends ins "Hotel Mama"

18.06.2008 | 14:42 Uhr
Tanja Wedhorn fährt abends ins "Hotel Mama"

Wuppertal. Sie wurde bekannt als Hauptdarstellerin der ZDF-Telenovela „Bianca”. Jetzt dreht die Wittener Schauspielerin Tanja Wedhorn den WDR-Fernsehfilm „Woche für Woche”. Die WR traf sie bei den Dreharbeiten in Wuppertal.

Geduldig ist Tanja Wedhorn. Sie lässt die Wünsche der Fotografen über sich ergehen, lächelt und posiert. Und sitzt dann mit einem Glas Wasser in der Wuppertaler Mittagssonne. Schön ist es hier, zwischen verzierten Altbauten: „Richtig nett”, sagt sie.

Und Wedhorn kann nicht nur Wuppertal genießen – für sie sind die Dreharbeiten auch die Möglichkeit zum Heimaturlaub. Noch bis zum 4. Juli bleibt das Filmteam in Wuppertal und Umgebung – und so lange fährt Wedhorn jeden Abend zu ihren Eltern nach Witten.

Eine Woche zu Mama, eine Woche zu Papa

Die Hauptdarsteller des WDR-Fernsehfilms "Woche für Woche" am 17. Juni 2008 bei den Dreharbeiten in Wuppertal. V. l. n. r. Hans-Jochen-Wagner, Jannis Michel und Tanja Wedhorn. Foto: Christian Zett

„Das ist quasi eine Fügung des Schicksals. Es ist viel besser als die typischen Hotelbesuche bei Drehs.” Bei ihren Besuchen in Witten kann sie richtig entspannen: „Meine Schwester ist da, mein Freund mit meinem Sohn. Wir quatschen, wir grillen zusammen und gucken die Europameisterschaft. Eine superschöner Ausgleich zur Filmarbeit – ich bin ganz begeistert!”

Die Familie steht auch im Mittelpunkt von „Woche für Woche”. Wedhorn und Filmpartner Hans-Jochen Wagner („Tatort”, „KDD”) spielen das Ehepaar Miriam und Paul Weingarten. Die beiden trennen sich – ganz ausdrücklich „einvernehmlich”. Und haben für Sohn Felix (Jannis Michel) gleich eine Lösung parat: Der Sohn wird „geteilt”. Eine Woche bei der Mutter, dann eine beim Vater, dann wieder zur Mutter. Für Felix einerseits totale Orientierungslosigkeit, andererseits der letzte Funken Hoffnung, die Eltern mit Hilfe des Psychologen Dr. Theodor Samel (Ulrich Gebauer) wieder zusammenzuführen.

Fernsehstars aus NRW

„Gut gemeint ist nicht gut gemacht” – für Wedhorn ist das die Botschaft des Films: „Ich unterstelle den Eltern, dass sie für ihr Kind das Beste wollen.” Trotzdem sieht sie weder ihre noch Wagners Rolle im Recht: „Es gibt kein Gut und Böse.”

Für Wedhorn ist die Rolle der Mutter Miriam auch ein Stück Realität. Ihr Sohn Theo kam im November zur Welt – und die junge Mutter fühlt sich in ihrer Filmrolle deshalb noch sicherer: „Ich kann den Wunsch der Miriam nachvollziehen, dass es dem Kind so gut geht wie möglich.” Eine Szene erinnerte sie besonders an ihr eigenes Mutterglück: „Als Miriam Dr. Samel erzählt, wie Felix zur Welt gekommen ist, sagt sie: ,ein Gefühl wie frisch verliebt.' Und genau das habe ich im Wortlaut auch gesagt, nachdem Theo geboren wurde.”

Christian Zett

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