Steuerzahler trägt Risiko für Atomkraft-Folgekosten
24.07.2009 | 19:07 Uhr 2009-07-24T19:07:00+0200
Dortmund. Atomkraft gilt landläufig als günstige Energie. Für die Erzeugung trifft das zu, doch die Abfälle und die verseuchten Anlagen verursachen Folgekosten. Dabei ist eine Endlagerung noch gar nicht sichergestellt. Am Ende, wenn Stromversorger pleiter gehen, muss der Steuerzahler aufkommen.
Die Endlagerung von Atomabfällen ist noch nicht sichergestellt. Wer die Kosten für die Entsorgung übernimmt ist auch noch nicht geklärt. Am Ende, wenn Stromversorger pleiter gehen, muss der Steuerzahler aufkommen.
Welche Kosten fallen aktuell für den THTR 300 in Hamm-Uentrup an?
Das Land gab die laufenden Kosten im Jahr 2005 mit jährlich 5,1 Millionen Euro an. Dazu kommen Jahr für Jahr etwa eine Millionen Euro für die Einlagerung von 2000 Kubikmetern hochradioaktiven Abfalls im Zwischenlager Gorleben und 500 000 Euro Vorauskosten für eine Endlagerung.
Was ist mit dem Gebäude?
Seit 1997 ist das Kraftwerk im sogenannten Erhaltungsbetrieb. Dieser dauert bis 2030 an, um die Strahlung im Inneren abklingen zu lassen.
Was passiert nach 2030?
Dann soll das Kraftwerk abgerissen werden. Dafür ist ein Zeitraum von 14 Jahren vorgesehen. Das radioaktiv belastete Material muss dann noch weiter gelagert werden.
Wer zahlt das?
Das ist ungeklärt. Land, Bund und die Energiewirtschaft verhandeln dies. Im ursprünglichen Vertrag war festgehalten, dass dies „rechtzeitig” vor Ablauf am 31. Dezember 2009 geschehen sollte. Dennoch gibt es auch heute noch keine Einigung, wie der Geschäftsführer der Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH, Dr. Günther Dietrich gestern der WR erklärte.
Um Kosten in welcher Höhe geht es?
Die Bürgerinitiative Umweltschutz Hamm, die sich seit Jahrzehnen gegen das THTR wehrt, zitiert eine Untersuchung des Landes, die die Rückbaukosten mit 347 Millionen Euro beziffert. Die Bürgerinitiative verweist darauf, dass der Rückbau des erheblich kleineren Forschungsreaktors in Jülich nach aktuellem Stand aber bereits eine halbe Milliarde Euro verschlänge.
Was ist generell mit den Kosten für die Endlagerung radioaktiver Abfälle?
Das ARD-Nachrichtenmagazin „Monitor” hat dies recherchiert. Nach Angaben des Magazins haben die Betreiber der Atomkraftwerke bisher erst 1,9 Millionen Euro für das derzeit in die Schlagzeilen geratene Lager Asse II gezahlt. Die tatsächlichen Kosten beliefen sich laut Monitor jedoch auf zwei bis vier Milliarden, die der Steuerzahler zu tragen habe.
Für die Nutzung des ehemaligen DDR-Endlagers Moorsleben zahlten die Energieversorger 86 Millionen Euro. Genehmigt hatte dies die damalige Umweltministerin und heutige Kanzlerin Angela Merkel. Moorsleben droht nun einzustürzen. Die Stilllegung wird nach Monitor-Angaben 2,2 Milliarden Euro kosten.
Müssen die Energieversorger denn nicht vorsorgen?
Doch. Die Energieversorger müssen Rücklagen für eine spätere Stilllegung aus den Einnahmen bilden. Diese Rücklagen wirken sich steuermindernd aus.
Wieviel ist da inzwischen zusammengekommen?
Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) beträgt die Summe der Rückstellungen der deutschen Atomkraftwerk-Betreiber bisher insgesamt 25 bis 30 Milliarden Euro.
Was passiert, wenn innerhalb der langen Zeit bis zum endgültigen Rückbau eines Atomkraftwerkes ein Versorger pleite geht?
Dann müsste laut DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake wieder der Steuerzahler einspringen. Er verlangt deshalb, die Rückstellungen insolvenzsicher bei einem öffentlich-rechtlichen Fonds zu „parken”.

10:44
Nur gut, daß wir bald tot sind und andere sich um das Zeug kümmern müssen, das schafft jedenfalls dauerhafte Arbeitsplätze für tausende von Jahren....
12:48
Wer glaubt, Terrorangriffe auf AKWs mit Nebelmaschinen abwehren zu können, wer meint, man könnte den giftigsten Abfall dieser Welt sicher in Salz einlagern (Salz bewegt sich), wer behauptet, Atomkraft sei billig (weil er die Folgekosten eben dem Steuerzahler zuschiebt) DER LÜGT! Und weiß es auch.
23:31
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19:27
Trotz Milliardenkosten für den Steuerzahler, gelingt es der aktuellen Regierung immer wieder, dieses Teufelszeug als preiswert zu verkaufen. Kein Endlager und wenn wer kann das berechnen? Anscheinend niemand. Ein Verbrechen an den nachkommenden Generationen!!!
16:41
Die Atomenergie ist sicher und preiswert!
Die Erde ist eine Scheibe!
07:38
ATOMKRAFT - NEIN DANKE !
Das gilt für mich heute, wie gestern.
Parteien, die nach wie vor auf Atomkraft setzen, sind für mich nicht mehr wählbar.
Wir waren schon fast auf dem Weg zum Ausstieg - jetzt befürchte ich,
nach der Bundestagswahl wird wieder voll auf Atomkraft gesetzt.
SCHLIMM !
Und absolut nicht zu verantworten, den kommenden Generationen gegenüber.
Wir drehen alles auf den Kopf !
So lautet das Motto einer unglaublichen Idee !
Energie in Bürgerhand !
Ich mach mit ! Du auch ?
Näheres unter
http://www.energie-in-buergerhand.de/