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Steinzeitgräber entdeckt

04.10.2011 | 18:34 Uhr
Forschungsleiterin Dr. Kerstin Schierhold zeigt am Donnerstag (29.09.2011) bei Erwitte-Schmerlecke in der Soester Börde in einem Feld, in dem im Rahmen eines der größten interdisziplinären Forschungsprojekte zur Jungsteinzeit drei Grabanlagen aus der Zeit zwischen 3500 v. Chr. bis 2800 v. Chr. gefunden worden sind, ein Fundstück. Seit 2009 sind Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, Anthropologen der Georg-August-Universität Göttingen und andere Experten dabei, die Gräber mit modernsten Methoden auszugraben. Die Gräber sind 20 beziehungsweise 25 Meter lang und waren zwischen zwei bis über vier Meter breit. In diesen Gemeinschaftsgräbern bestatteten die Menschen ihre Toten über mehrere Jahrhunderte hinweg - eine Sitte, die in der Jungsteinzeit in vielen Teilen Europas verbreitet war. Verglichen mit zeitgleichen Gräbern in Norddeutschland haben die Toten in Schmerlecke zwar wenig Beigaben - die ungewöhnliche Häufung von Tierzahn-Anhängern stellt aus wissenschaftlicher Sicht jedoch ein Novum dar. Zu den bisherigen Funden gehören weiteres Trachtzubehör wie Hälften von Wildtierunterkiefern, Bernsteinperlen und Kupferschmuck, sowie Teile der Jagd- beziehungsweise Arbeitsausrüstung, namentlich Pfeilspitzen und Feuersteinklingen, Knochengeräte wie Meißel und Pfriemen, sowie Felsgesteingeräte wie Beile und Äxte. Foto: Fabian Stratenschulte
Forschungsleiterin Dr. Kerstin Schierhold zeigt am Donnerstag (29.09.2011) bei Erwitte-Schmerlecke in der Soester Börde in einem Feld, in dem im Rahmen eines der größten interdisziplinären Forschungsprojekte zur Jungsteinzeit drei Grabanlagen aus der Zeit zwischen 3500 v. Chr. bis 2800 v. Chr. gefunden worden sind, ein Fundstück. Seit 2009 sind Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, Anthropologen der Georg-August-Universität Göttingen und andere Experten dabei, die Gräber mit modernsten Methoden auszugraben. Die Gräber sind 20 beziehungsweise 25 Meter lang und waren zwischen zwei bis über vier Meter breit. In diesen Gemeinschaftsgräbern bestatteten die Menschen ihre Toten über mehrere Jahrhunderte hinweg - eine Sitte, die in der Jungsteinzeit in vielen Teilen Europas verbreitet war. Verglichen mit zeitgleichen Gräbern in Norddeutschland haben die Toten in Schmerlecke zwar wenig Beigaben - die ungewöhnliche Häufung von Tierzahn-Anhängern stellt aus wissenschaftlicher Sicht jedoch ein Novum dar. Zu den bisherigen Funden gehören weiteres Trachtzubehör wie Hälften von Wildtierunterkiefern, Bernsteinperlen und Kupferschmuck, sowie Teile der Jagd- beziehungsweise Arbeitsausrüstung, namentlich Pfeilspitzen und Feuersteinklingen, Knochengeräte wie Meißel und Pfriemen, sowie Felsgesteingeräte wie Beile und Äxte. Foto: Fabian StratenschulteFoto: Fabian Stratenschulte

Archäologen jubeln über steinzeitliche Funde bei Erwitte.

WR

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