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Pfarrer nehmen Stellung...

Rückendeckung für den Präses

16.11.2009 | 15:16 Uhr

Dortmund. Die Diskussion in der Evangelischen Kirche von Westfalen um das Thema gleichgeschlechtliche Liebe geht weiter: In einem offenen Brief wenden sich nun mehr als 100 Unterzeichner - darunter über 80 Pfarrer und Pfarrerinnen - an Präses Alfred Buß.

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ONLINE UNTERZEICHNEN

Die Petition ist auch im Internet zu lesen und kann online unterschrieben werden:

 www.ipetitions.com/petition/offenerbriefbuss

Zu den ersten Unterzeichnern zählen der Theologe Thorsten Maruschke aus Schöppingen/Rom und Pfarrerin Dr. Kerstin Schiffner aus Bochum.

Ihr Anliegen: "Gegen jede diskriminierende Stimme beziehen wir klar Stellung  für eine Normalisierung des Verhältnisses unserer Kirche zum Thema Homosexualität und stellen uns damit hinter den Präses und seine Äußerungen."

Anlass: der offene Brief von rund 30 Pfarrern überwiegend aus den Kirchenkreisen Lüdenscheid-Plettenberg und Soest an Alfred Buß. Sie hatten darin unterstrichen,  gelebte Homosexualität entspreche nicht der Schöpfungsordnung Gottes und ihn aufgefordert, diesen „Weg der Abkehr von der biblischen Orientierung” nicht weiter zu gehen.

Auf Protest stieß jenes Schreiben nicht nur in dem Konvent „kreuzundqueer” (die WR berichtete), sondern landeskirchenweit: von Bochum über Dortmund bis Siegen und Münster stammen die Pfarrer, Theologen, Presbyter und Gläubige, die den Reaktionsbrief unterzeichnet haben. „Wir teilen mit Ihnen die Sorge um die weitere bestehende Diskriminierung homosexueller Menschen innerhalb der Kirche, aber auch innerhalb der Gesellschaft”, heißt es darin. Im Blick auf die Eheschließung für Homosexuelle sei man jedoch anderer Meinung als Buß. „Wenn in einer Partnerschaft generationenübergreifende Verantwortung gelebt wird, so ist dies Grund genug, dies staatlich, aber auch kirchlich anzuerkennen und zu fördern”, so die Unterzeichner. Sie seien sich jedoch darüber bewusst, dass gerade in diesem Punkt „noch viel kirchlicher (und gesellschaftlicher) Diskussionsbedarf” bestehe. Deshalb begrüße man die Anregung des Präses, die Diskussion nicht abreißen zu lassen.

Die 100 Absender bitten Buß nachdrücklich, diesen Weg weiter zu verfolgen und bieten ihm dazu ihre Mitarbeit an. „Es wird kein bequemer und leichter Weg sein”, heißt es abschließend, „er wird unsere Kirche herausfordern, aber wir müssen ihn um des Evangeliums willen beschreiten.”

Katja Sponholz

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Kommentare
08.12.2009
13:32
Rückendeckung für den Präses
von tolstefanz | #11

Wie lange soll es noch dauern, bis auch die letzten frommen Christen begriffen haben, dass das, was die Bibel zum Thema Homosexualität zu sagen weiss, homosexuellen Menschen auch nicht annähernd gerecht wird? Ein Umdenken im Blick auf homosexuelle Menschen ist in unseren Kirchen notwendiger denn je. Weder sind Menschen aufgrund ihrer Homosexualität zu einem Leben in sexueller Ausschweifung verurteilt, noch sind sie dazu verdammt, lebenslang zölibatär zu leben. Homo- wie heterosexuelle Menschen sollen in gleicher Weise Ermutigung erfahren, ihre Partnerschaft in gegenseitiger Liebe und Verantwortung zu leben! Die Werte, die uns die Bibel für unser Leben vorgibt, gelten homo- wie heterosexuellen Christen als Orientierung.
Hat sich das Wissen darum, dass man sich zwar für eine bestimmte Lebensführung entscheiden kann, nicht aber dazu, homo- oder heterosexuell zu sein, immer noch nicht durchgesetzt?
Ich glaube kaum, dass die Menschen vor 2000 Jahren und mehr sich hierüber Gedanken gemacht hatten!

08.12.2009
11:32
Rückendeckung für den Präses
von Freispruch | #10

@tolstefanz

Dem Vorbild Jesu zu folgen heißt:
Den Sünder zu lieben, aber gleichzeitig die Sünde in seinem Leben nicht gut zu heißen, weil diese ihn als Folge seelisch und körperlich zerstören wird.

---
Jesus und die Frau, die beim Ehebruch ertappt wurde: Freispruch statt Verurteilung (Evangelium nach Johannes, Kapitel 8):

Er richtete sich auf. »Wo sind sie geblieben?«, fragte er die Frau. »Hat dich keiner verurteilt?« – »Nein, Herr, keiner«, antwortete sie. Da sagte Jesus: »Ich verurteile dich auch nicht; du darfst gehen. Sündige von jetzt an nicht mehr!«
---

Das Problem an der Homosexualität ist nicht, dass die Partner untreuer sind als in Hetero-Beziehungen. Die Bibel nennt diese Partnerschaften unnatürlich, weil Gott den Menschen als Mann und Frau schuf und ihnen den Auftrag gab sich zu vermehren.

Gleichgeschlechtliche Paare können diesen Auftrag nicht nachkommen ohne zu sündigen (Ehebruch, da Kind nicht vom Partner!).

(http://www.bibel-online.net/bibel_2/43.johannes/8.html)
---

Ich denke in den nächsten Jahren wird in Deutschland offenbar werden, was weltangepasste Kirche ist (sich nur Kirche nennt) und wer Gott und sein Wort wirklich ernst nimmt.

08.12.2009
11:26
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von Freispruch | #9

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08.12.2009
11:25
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von Sünde | #8

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08.12.2009
11:21
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von Freispruch | #7

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08.12.2009
11:20
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von Freispruch_statt_Verurteilung | #6

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08.12.2009
11:20
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von Freispruch statt Verurteilung | #5

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20.11.2009
10:15
Rückendeckung für den Präses
von tolstefanz | #4

Wie schwer fällt es doch manchen frommen Christen, zur Kenntnis zu nehmen, dass homosexuelle Menschen aus unerfindichen Gründen genauso zur Schöpfung Gottes gehören, wie heterosexuelle! Die Bibel kann Homosexualität nur als Zeichen des Abfalls von Gott und als sexuelle Zügellosigkeit sehen. Dass homosexuelle Menschen diesem Klischee nicht automatisch entsprechen, sollte den Christen des 21. Jahrhunderts mittlerweile bewusst geworden sein! Von daher ist es wirklich an der Zeit, die Diskussion hierüber endlich einmal etwas forscher zu betreiben! Die westfälische Landeskirche geht da mit gutem Beispiel voran, wofür ihr zu danken ist.

08.01.2009
11:26
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von Freispruch | #3

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08.01.2009
11:25
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von Freispruch | #2

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