Nachbarin missbraucht und getötet
26.08.2008 | 18:47 Uhr 2008-08-26T18:47:03+0200Krefeld. (ddp). Im Prozess um den Mord an einer Lehrerin hat der Angeklagte gestern vor dem Krefelder Landgericht ein Geständnis abgelegt.
Der 50-jährige Maschinenschlosser gab zu, die 37-jährige Frau Ende März in ihrer Wohnung überfallen, sexuell missbraucht und getötet zu haben. Es sei eine Verzweiflungstat gewesen, er habe Geldsorgen gehabt. Das Opfer hatte erst wenige Tage vor der Tat geheiratet.
Der Angeklagte hatte nach eigenen Angaben in der Wohnung seiner Freundin gewartet, bis die Lehrerin, die im selben Haus wohnte, vom Unterricht nach Hause kam. Dann hatte er bei ihr geklingelt. Nachdem die 37-Jährige ihm geöffnet hatte, wurde sie von dem nicht vorbestraften Familienvater überwältigt und mit einem Messer in die Wohnung gedrängt. Dort musste sie ihm Geld, ihre EC-Karte und die dazugehörige PIN-Nummer geben. Nach eigenen Angaben hat der Angeklagte die Frau danach sexuell missbraucht und anschließend erstochen.
Der 50-Jährige brach während seines Geständnisses immer wieder in Tränen aus. Er habe noch nie etwas Verbotenes getan, sagte der Familienvater. Aufgrund von Geldsorgen habe er nicht mehr gewusst, wie es weitergehen solle. Mit der EC-Karte der Lehrerin hatte er nach der Tat insgesamt 1000 Euro an Geldautomaten abgehoben, dabei war er gefilmt worden. Zeugen hatten ihn anschließend auf dem Video der Überwachungskamera erkannt. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Dem Angeklagten droht eine lebenslange Haftstrafe. Das Urteil soll Anfang September verkündet werden.

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