Motorradfahrer organisieren Protest gegen Fahrverbot
07.05.2009 | 18:46 Uhr 2009-05-07T18:46:00+0200
Dortmund. Freiheitsgefühl gegen Sicherheitsdenken: Motorradfahrer aus Schwerte und Umgebung zieht es am Sonntag auf die Straße. Zu Fuß. Sie wollen gegen die Sperrung der Bundesstraße 236 zwischen Schwerte und Iserlohn für Motorradfahrer an Wochenenden und Feiertagen protestieren.
Die Strecke ist wegen des Demonstrationszugs der Biker auf Schwerter Stadtgebiet zwischen 15 und 17 Uhr am Sonntag gesperrt. Für alle Verkehrsteilnehmer. Egal ob Zwei- oder Vierräder.
Es ist die Route, die aus dem beschaulichen Ruhrtal bei Schwerte ins bergige Sauerland führt. Kurvige Steigungen inbegriffen. Eine Route, die nicht nur die Wochenend-Biker reizt, die der Landschaft und des Fahrens an sich wegen mit eher gemäßigtem Tempo unterwegs sind.
»Nur weil ein paar Verrückte rasen, müssen alle leiden«
„Applauskurve” haben die, die die schnellen Ritte auf dem Zweirad lieben, einen Streckenabschnitt genannt: Der Standstreifen ist zum Zuschauerplatz geworden; das Publikum verfolgt die rasanten Rennen durch die Kurve. Bisweilen auch mit der Kamera. Die Mitschnitte gibt's im Internet zu sehen.
Das zählt für die Behörden nicht. Sie schauen auf die nackten Unfallzahlen. Im letzten Jahr haben sich demnach 14 Unfälle mit Kradbeteiligung auf der Route ereignet. Die Folge: Im Februar verhängte der Landesbetrieb Straßen die temporäre Sperrung der Strecke für Zweiräder an Wochenenden und Feiertagen. „Wir sehen keine andere Möglichkeit, etwas gegen die häufigen Unfälle mit Motorradbeteiligung zu machen”, erklärte Michael Overmeyer vom Landesbetrieb.
Als am Oster-Wochenende die Polizei das Fahrverbot kontrollierte und etliche Zweiradfahrer abkassierte, war für Michael Wilczynski von den Gespann- und Motorradfreunden Sauerland in Schwerte das Maß voll. „Nur weil ein paar Verrückte Gas machen, müssen alle Biker darunter leiden”, hält er gegen das Verbot. Und organisierte die Demo.
Außerdem glaubt er nicht allein an die Unfallzahlen als Grund für die Sperrung. Im Gegenteil. „Lärmschutz” habe den Ausschlag gegeben, weil es Anwohnerproteste gehagelt habe, steht für ihn fest.
„Das Rasen führt natürlich auch zu mehr Lärm”, trennt Michael Overmeyer die beiden Motive nicht. „Der Polizei geht es ausschließlich um Sicherheit im Straßenverkehr”, sagt Ute Hellmann, Sprecherin der Polizei im Kreis Unna. Andere Versuche, das Rasen einzudämmen, wären gescheitert. „Es hat Tempomessungen gegeben. Die Kollegen haben mit den Motorradfahrern gesprochen”, blickt die Polizeisprecherin zurück. Im letzten Jahr sind Rüttelschwellen auf die Straße aufgebracht worden, um die Zweiradfahrer in Sachen Tempo zu disziplinieren. „Es hat nichts gebracht.”
Mehr Polizeipräsenz - auch von Bikern gefordert
Biker-Fan Michael Wilczynski setzt hingegen auf Kontrollen. „Die Polizei Hagen hat ein ziviles Krad, mit dem Tempoverstöße gemessen werden können”, berichtet er. Selbst wenn sich die Polizeipräsenz herumspreche, sei der gewünschte Effekt doch erreicht und die Raser ausgebremst.
Als gefährliche Routen gelten auch die Abfahrt von der Hohensyburg Richtung Hengsteysee und die Strecke Hagen – Priorei. Fahrverbote gibt es dort nicht. Überhaupt: Die temporäre Sperrung der B 236 zwischen Iserlohn und Schwerte sei die einzige Maßnahme dieser Art im Bezirk Südwestfalen, sagt auch der Landesbetrieb Straßen NRW in Hagen.

10:38
15 AliMomente : Lese mal den Kommentar richtig, dann weisst Du wo der Hammer hängt. Ich habe was gegen die RASER auf Yoghurtbechern, die uns die Beschränkungen einbrocken. Übrigens Beleidigungen müssen hier nicht sein. Oder?
09:51
schön das wir Motorradfahrer uns wieder gegenseitig beschimpfen, es gibt keine Motorradsorte die rast, sondern es ist immer der Fahrer der seinen Fahrstil selbst entscheidet, wenn man aber bei der Demo am Sonntag von Anwohnern mit den Worten begrüßt wird wir haben 1939 auch die Polen geschlagen und euch kriegen wir hier auch weg und ein Treckerfahrer ohne Rücksichtnahme auf die Demonstranten quer über die Straße fährt, sollte eigentlich klar sein mit welchen Leuten wir uns auseinander setzen sollten
20:25
@Pit01: Ich fahre eine GSX 1100 R Baujahr 82 150 PS bin 42 und hatte nie einen Unfall. Dein Kommentar ist einfach nur Dumm. Wenn Deine Bandscheiben nur ein aufrechtes sitzen zulassen ist es OK wenn Du kein Motorrad sondern einen Sessel fährst, aber alle über einen Kamm scheren.
Man bist Du mir unsympathisch.
18:50
#13 Michael : Genau diese Spezies sind gemeint, die sich falsch benehmen und uns den schlechten Ruf bescheren.
17:52
Hallo Bugler:
Hör ich recht?
Dann soll doch die Mehrheit der vernünftigen Biker den Verrückten mal den ***** versohlen....
#2 von Bugler, am 08.05.2009 um 07:19 ?????
Also erstens wäre das Körperverletzung, zweitens mindestens Nötigung.
Für die Aufgabe der Kontrolle und Bstrafung sind in Deutschland (gottseidank) immer noch Polizei und Gerichte zuständig!
@Pit, ich habe nichts gegen die Fahrer der Joguhrtbecher, nur gegen die die sich falsch benehmen.
Sucht hier im westen nach den anderen Artikeln zu diesem Thema und lest mit.
Scheinbar habe ich da ein heißes Eisen ausgegraben und angepackt.
Gruß an alle
Michael
12:53
...LOBBY-Denken, wie schon oben erwähnt. Wann werden kurvenreiche Straßen vor Discos gesperrt, die A52 bei Essen, Alleen in Meck-Pomm,..., ? Übrigens alle Unfallschwerpunkte mit PKW´s. Sicher, jeder Unfall ist einer zuviel, aber die schon relativ neutrale Aussage mit Kradbeteiligung, sagt nichts über zu schnelles Fahren, oder die Schuldfrage allgemein aus (Ölspur, PKW-Kollision mit Pkw-Shuld, Radfahrer). hier sollen Sündenböcke gesucht werden. Ich glaube es gibt immer eine Möglichkeit sowohl Spaß am Fahren und andere Interessen zu vereinen, wenn nicht irgendwo jemand seinen Ratsherren besticht. Außerdem ist mir gerade auf dieser Strecke ein Horde wild heizender Alt-Golf-Junkies aufgefallen.
P.S.: Ich fahre kein Motorrad.
10:11
- Nicht jeder, der ein Yoghurtbecher fährt ist ein Raser. Was aber von der Klapphelmträgerfraktion immer wieder gern behauptet wird.
- Motorradfahrer zahlen eine Menge Steuern. Die inflationäre Zunahme an Streckensperrungen ist nicht mehr zumutbar.
- Wer in den Bereich einer stark befahrenen Strecke (und das ist der Schälk nun mal) zieht, dem dürfte klar sein, daß ihn Verkehrslärm aller Fahrzeugarten erwartet.
Wems zu laut ist - einfach wegzeihen in ruhigere Gefilde.
- Lokalpolitiker lechzen nur nach Wählerstimmen der Anwohner, die plötzlich ihr grünes Gewissen entdeckt haben oder sich zum Oberlehrer oder Retter der Verehrssicherheit berufen fühlen.
Bei vielen Anwohnern kommt zum Aktionismus auch noch eine gehörige Portion Sozialneid hinzu, weil sie sich so teure wie unvernünftige Dinge wie ein Motorrad nicht leisten können.
-
20:53
Im Bereich der Jubelkurve 30 Zone. Dann ist Ruhe!
16:48
Äh! Wieviel Unfälle mit LKW gab es eigentlich im letzten Jahr auf der A2 rund um das Kamener Kreuz? Landesbetrieb Straßenbau: Bitte sofort die A2 für LKW-Verkehr in der Woche sperren! Gleiches Recht für alle!
15:53
Nein, die Raser mit den Yoghurtbechern werden von uns Tourern nicht in Schutz genommen. Die sollen ruhig aus dem Verkehr gezogen werden.