Mehr Regen, kaum noch Schnee
28.04.2009 | 17:37 Uhr 2009-04-28T17:37:00+0200
Düsseldorf. Der Klimawandel wird Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren hart treffen. Das behauptet eine Studie, die NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute vorstellen will. Teilergebnisse kursieren bereits seit gestern im Internet.
Im Auftrag des NRW-Umweltministeriums hatte das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) die Studie erstellt. Sie versucht die Verwundbarkeit des Landes durch den Klimawandel zu beschreiben und soll Grundlagen sein, um Strategien gegen die schlimmsten Folgen zu entwickeln. Heute will Uhlenberg aus seiner Sicht den Handlungsrahmen für die Zukunft abstecken. Gestern wurden die ersten Hiobsbotschaften vorab bekannt.
Demnach laufen die Klimaveränderungen schneller ab, als bislang angenommen. Die Potsdamer Wissenschaftler entwerfen für NRW ein Szenario, das unter anderem von stärkeren Niederschlägen, größeren Hochwassergefahren und Wintern ohne Schnee selbst in den Höhenlagen des Landes ausgeht.
Während der Sommertourismus durch die Zunahme von Sommertagen mit Temperaturen über 25 Grad Celsius profitieren könnte, werde Skitourismus in NRW trotz künstlicher Beschneiung nur noch eingeschränkt möglich sein. Nicht nur die natürlichen Schneetage nähmen deutlich ab, sondern auch die Tage, an denen Kunstschnee produziert werden könnte: Bis 2020 um bis zu 30 Prozent, bis 2050 sogar um bis zu 55 Prozent. „Der Skitourismus im Sauerland ist ein Auslaufmodell“, so der Leiter des Potsdamer Instituts, Jürgen Kropp.
Die Erwärmung begünstigt laut Studie die Verbreitung von Krankheitserregern, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden sowie die Verbreitung von Allergien auslösenden Pflanzen. Zudem könnten im Sommer häufiger Hitzewellen auftreten, was ein Risiko für ältere Menschen darstellt.
Das Umweltministerium ließ diese Ergebnisse gestern unkommentiert. Eine Reaktion gab es nur auf die Tatsache, dass das Potsdamer Institut auf seiner Internetseite vorab Ergebnisse verbreitete und dem Auftraggeber der Studie so zuvor kam. „Wir machen aus unserem Ärger keinen Hehl”, so ein Ministeriumssprecher. „Das geht so nicht.”

19:21
Na ja, neu ist es nicht, dass die Winter milder werden. Sie werden es eben noch etwas schneller.
Öfter mal Winter ohne Schnee verringert die Heizkosten. Gute Nachricht für Verbraucher – schlechte Nachricht für Energieversorger. Für jene heißt es vorsorgen, damit die Einnahmen bestmöglich gesichert sind. Das geht am einfachsten durch Anhebung des (verbrauchsunabhängigen) Grundpreises. Die Dortmunder DEW21 macht´s schon mal vor…