Liechtenstein und die große Gier
08.06.2009 | 16:26 Uhr 2009-06-08T16:26:00+0200„Liechtenstein ist ein kleiner parasitärer Zwergstaat”, urteilt der interviewte Steuerfahnder undiplomatisch offen, und die Autoren von „Liechtenstein – Geldversteck der Reichen” (Di.,, Arte, 21.50 Uhr) fahren der These auf der Bodensee-Autobahn hinterher.
Grob geschätzte 220 Mrd. Euro sollen über den Asphalt-Weg vorwiegend aus Deutschland an der Steuer vorbei ins Fürstentum gesickert sein. Herbert Klar und Ulrich Stoll liefern für einen Themenabend ein brillantes Stück Doku-TV ab. Mit versteckter Kamera und offenen Worten weisen sie nach, dass sich seit der Affäre um die nach Liechtenstein verschobenen Millionen von Ex-Postchef Zumwinkel wenig geändert hat. Die feinen Banker im Bermuda-Dreieck Österreich, Schweiz und eben Liechtenstein haben nur ihre Tricks verfeinert.

22:50
Wer hat hier eigentlich wen nötig?
Die EU profitiert von Liechtenstein m.E. nur durch die Firmen Hilti und den Nudelhersteller hilcona.
Freundschaftliche Beziehungen zu nahgelegenen Ländern sind erstrebenswert, aber wenn ein Land den Schaden unserer Volkswirtschaft zum Erfolgs-Prinzip für sich hat muss das Konsequenzen haben.
Also, warum nicht wie die USA bei der Schweizer UBS, Lizenzrechte in Ländern verbieten und diplomatischen Druck ausüben.
Keine Reise mehr ohne Visum in die EU, dann Viel Spaß auf den paar Quadratmetern im Nirgendwo.