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Lehrer verhindert Unglück

07.08.2008 | 22:06 Uhr

Dortmund. Schreck für 70 Lehrer, die sich gestern im Dortmunder Reinoldus- und Schillergymnasium auf das neue Unterrichtsjahr vorbereiten wollten: Durch Zufall entdeckte ein Chemielehrer ein Glas mit 250 Gramm hochexplosiven Sprengstoffs.

Dabei handelte es sich um Pikrinsäure, die unter Wasser aufbewahrt völlig ungefährlich ist. Da das Glas jedoch offenbar in Vergessenheit geraten war, war das Wasser verdunstet. Eingetrocknet ist der Stoff hoch explosiv - seine Sprengkraft ist höher als TNT. Eine Berührung des Glases oder übermäßige Hitze hätten fatale Folgen gehabt.

Der Lehrer löste Feueralarm aus. Alle 70 Kollegen verließen sofort die Schule. Die anrückende Dortmunder Berufsfeuerwehr musste jedoch zunächst kapitulieren. Deren Chemie-Ingenieur Jochen Wiechens sagte: "An sich könnte man den Stoff unschädlich machen, indem man Benzol drüber gießt. Ich konnte aber nicht ausschließen, dass sich Reste des Stoffs in den Schraubverschluss des Gefäßes gesetzt hatten." Beim Aufschrauben hätte es dann zur Katastrophe kommen können.

Ein Experte der Firma Henkel aus Düsseldorf sowie Mitarbeiter des Landeskriminalamtes sprengten das Pikrin-Glas dann in einem ausgehobenen Erdloch in der Nähe des Gymnasiums.

Beim schwersten Unglück in der Geschichte starben 1917 im kanadischen Halifax fast 2000 Menschen, als ein mit Pikrin beladener Frachter mit einem anderen Schiff kollidierte. Die Explosion löste damals sogar eine Flutwelle an der kanadischen Ostküste aus.

Eigener Bericht

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Kommentare
08.08.2008
07:38
Lehrer verhindert Unglück
von hoppenstett | #1

Da stellt sich mir die Frage, wer denn für die
Aufbewahrung der Chemikalie verantwortlich war.
Vielleicht der Lehrer ?
Und ist dieses Zeug für den Unterricht wirklich notwendig ?

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