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Kilometerweise gerecht

15.11.2009 | 18:19 Uhr

Vorreiter Niederlande: Deren Vorhaben, Autofahrer für jeden zurückgelegten Kilometer zur Kasse zu bitten und sie dafür von der Kfz-Steuer zu befreien, ist auch für Deutschland eine gute und nachahmenswerte Idee.

Die meisten Menschen würden dann überlegen, ob sie für Kurzstrecken lieber Rad, Bus beziehungsweise Bahn nehmen oder zu Fuß gehen. Da auch der CO2-Ausstoß über die Höhe des „Kilometerpreises” entscheidet, würden spritsparende Autos Auftrieb erhalten. Das schont Umwelt und Geldbeutel.

Voraussetzung für einen „Kilometerpreis” ist aber ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrssystem. Da muss in vielen Regionen Deutschlands noch viel passieren. Die Niederlande machen vor, wie das gehen kann: Ihr Kilometergeld soll in einen Infrastrukturfonds fließen und damit dem Straßen- und Schienennetz zugute kommen.

Aufheulen dürften die lobbystarken Autobauer, die sich erst langsam vom Bau großer, schneller CO2-Schleudern lösen. Das darf unsere Politiker nicht stören. Sie sollten sich für eine gerechtere Autofahrer-Abgabe stark machen. Das kommt der Umwelt zugute. Die wird – leider – am besten geschützt, wenn es dazu finanzielle Anreize gibt.

Sabine Brendel

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Kommentare
22.11.2009
21:59
Blockierter Kommentar.
von udo.michel | #16

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17.11.2009
10:16
Kilometerweise gerecht
von Klettermaxe | #15

Der Preis des Mautsystems ist die eine Sache, abgesehen, davon, dass man hier nicht von einer Beschränkung auf Autobahnen spricht.
Aber ich will nciht, dass der Staat weiss, wen ich wann besucht habe.
Noch weniger will ich, dass mittels der Beweise des GPS-Systems jede, aber auch jede Geschwindifkeitsübertretung geahndet werden kann.
Willkommen bei der Vollüberwachung.

17.11.2009
00:21
Kilometerweise gerecht
von hulopp | #14

wenn ich das recht verstehe soll jeder also 3cent/km zahlen.

sowohl jemand der 1000 Euro verdient, als auch einer mit 5000 Euro im Monat.

Da war doch was mit zweiklassen.....
aber egal, was solls

16.11.2009
22:06
Kilometerweise gerecht
von Pan Pilgrim | #13

Ich stimme dem Artikel insofern zu, dass die Kfz-Steuer abgeschafft gehört - warum soll der BESITZ eines Autos heutzutage einer Steuer unterliegen? Kaufpreis + MWST. reichen...
Einfacher ginge es über Umlage auf den Spritpreis - weniger Fahrten, sparsamere Autos, und auch die vom ADAC befürchteten km-sparenden, aber spritfressenden Autobahnvermeidungs-Stadtfahrten entfielen...
Meiner Meinung nach sind GPS in jedem Auto und ein Riesen-Bürokratie-Popanz für die ÜBERWACHUNG und Abrechnung - vom gläsernen Autofahrer gar nicht zu reden - KEINE gute Idee...außerdem kann die USArmy GPS jederzeit unbrauchbar machen...
Und: die Niederlande sind ein kleines Land mit vorbildlicher Eisenbahn- Infrastruktur und einem Radwegenetz, von dem Deutschland nur träumen kann...

16.11.2009
20:25
Kilometerweise gerecht
von Pyttlik | #12

Gerechtigkeit ist in unserem Lande nicht gefragt. Wer viel fährt möchte wenig bezahlen. Die Sparsamen Leute werden es schon ausgleichen. Viele würden vielleicht ortsnahe Einkäufe ohne Wagen unternehmen. Dienstfahrten könnten besser und genauer abgerechnet werde. Die Umwelt würde sich bedanken. man könnte auch mit 2 Cent pro km anfangen...

16.11.2009
20:21
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

16.11.2009
20:19
Kilometerweise gerecht
von Pyttlik | #10

Das Mautsystem auf km-Basis wäre vernünftigt. Viele würden vielleicht wieder Einkäufe in der Nähe zu Fuß machen. Auch könnten Dienstfahrten doch viel genauer abgerechnet werden. Keine Schummeleien bei km-Angaben und keine km-Angaben zu gunsten des Autofahrers werden mehr vergessen. Statt 3 cent könnte man ja erst einmal mit 2 cent´anfangen. Weniger Fahrten - Die Umwelt dankt.

16.11.2009
14:49
Kilometerweise gerecht
von Peter der Reisende | #9

Ich muß jeden Tag 80 km zur Arbeit, daß sind 160km am Tag.
Das sind für 2009 ca 230 Arbeitstage.
230 X 160X 0,03= 1104€
1104/12=92€
Ich müßte also im Jahr 1104€ für die Maut bezahlen.
Im Monat knapp 100,-€
Das ist schon nicht wenig.
das Geld werde ich ja auch nicht mehr von meinem Arbeitgeber bekommen.

16.11.2009
11:35
Kilometerweise gerecht
von Taube | #8

Wenn wir wie Höllander folgen würde, bekommt Staat 4 bis 10 fache Einnahmen, die nichts mit Umwelt zu tun hat. Beispiel: 15000km im Jahr beträgt 450€ und gegenwärts 75 PS (ca 55KW) ca. 100€ (1500ccm). Man könnte einfache grössere Motor nehmen, die mehrere Luft verpesten, da man egal ist. Klein-PKW wird bestraft und Groß-PKW wie Mercedes Supergeil für reiche Leute... Ich bin auch nicht dafür, denn Höllander ist dumm für Umwelt.... :-(

16.11.2009
10:14
Kilometerweise gerecht
von Arnim33 | #7

3 Cent pro Kilometer klingt wenig, oder? Rechnen wir mal: 3 Cent pro km= 3 Euro pro 100 km. Auf die Mineralölsteuer umgelegt bedeutet das: Bei einem Auto, das 9 l/100 km verbraucht sind das 33 Cent pro Liter, bei einem Auto, das 6 l/100 km verbraucht sogar 50 Cent pro Liter, um die der Spritpreis erhöht werden müsste.
Na, wie wäre das?

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