Kassen stoppen Ausgabe der Gesundheitskarte
27.10.2009 | 19:16 Uhr 2009-10-27T19:16:00+0100
Dortmund. Die Gesundheitspolitik der neuen schwarz-gelben Bundesregierung sorgt für Verunsicherung bei den Krankenkassen. Die AOK Rheinland will die Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte (G-Karte) vorerst stoppen.
Viele Fragen zur Einführung seien völlig offen. Wie die WR berichtete, hat die Regierungskoalition die Verbreitung der E-Karte zunächst auf Eis gelegt. Ob sie überhaupt noch kommen wird, ist unklar.
Im Koalitionspapier ist von einer Prüfung der Ergebnisse in den nordrhein-westfälischen Testregionen die Rede. Erst danach soll entschieden werden, „ob eine Weiterarbeit auf Grundlage der Strukturen möglich und sinnvoll ist”. In der Region Nordrhein teilen die gesetzlichen Krankenkassen die neuen Multifunktionskarten seit Oktober aus.
Zukunft völlig offen
Die AOK Rheinland will die Verteilung nun stoppen. „Bevor wir weitermachen, wollen wir abwarten, bis klar ist, was der Koalitionsvertrag konkret für unsere Region bedeutet”, sagte ein Sprecher. Auch andere Kassen wissen nicht so recht, wie nun weiter verfahren werden soll. Zunächst werden die Karten weiter ausgehändigt. „Wenn auch sehr gebremst”, sagte ein Sprecher der Techniker Krankenkasse. Die Kasse erhofft sich nun eine möglichst schnelle Aufklärung seitens der Politik.
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium geht nach wie vor davon aus, dass es bei der vorgesehenen Testphase in der Region Nordrhein bleibt.

09:47
Das ist wieder typisch Deutsch.
Millionen verschleudert und kommt nichts bei rum.
In Europa machen es uns die Nachbarn vor.
Warum keine Kopien ? Ist Deutsche Politik zu Stolz ? Noch nicht einmal die Software ist lauffähig genau so ein Schrott wie bei toll collect.
Und so was wird von der Politik immer wieder nur
schön geredet und dann abgedankt. Pensionen
für Unfähigkeit kassieren, und der Staat wird
wieder um ein paar Milliarden mehr verschuldet.
22:18
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21:25
@2 p s a
Danke, das mit der Intransparenz spricht mir von der Seele. Wir sind ein gemischter Haushalt (privat / gesetzlich) und kennen beide Seiten. Iich wünsche mir nichts sehnlicher als eine transparente Rechnung für die gesetzlichen Leistungen, da die teilweise obskuren Positionen dann sicherlich bei den Gesetzlichen genau so auffallen würden.
Schlicht nach jeder Behandlung einen Brief an die Versicherten, in dem steht: Wir haben xxx Euro für Leistung yyy an Arzt zzz für dieunddie Leistungen überwiesen bzw. wir haben xxx Euro für Medikament yyy an Apotheke zzz überwiesen.
Das wird auf der einen Seite die Kunden in Bezug auf die z.T. unnötigen Kosten sinsiblisieren, auf der anderen Seite die eine oder andere obligatorische Position aushebeln, und sei es nur sowas wie Terminvereinbarung = persönliche Beratung.
20:21
Frage, wieviele Menschen können eigentlich mit einer Karte ärtzliche Leistung in Anspruch nehmen ?
1
10
100 ?
Wer weiß es genau ?
20:09
Ich sprach mit meiner Krankenkasse zum Thema E-Gesundheitskarte.
Die Antwort war das niemand die E-Gesundheitskarte annehmen muss.
Alle dürfen auch in Zukunft die herkömmliche Karte der Krankenkasse verwenden.
Es gibt keine zeitliche Übergangsfrist um die neue E-Gesundheitskarte nutzen zu müssen.
Ich werde auch in Zukunft meine bisherige Krankenkassenkarte benutzen und dabei bleiben.
Das darf jede(r) tun.
Das ist meine Absage an die E-Gesundheitskarte.
Euer,
Sjakie van Kooten
19:47
Die Karte alleine bringt es nicht das ist richtig. Man muss sich mal vorstellen, sie bestellen einen Klempner der kommt und arbeitet auch ordentlich.
Nur eine detaillierte Rechnung bekommen sie nie zu sehen. Was sie zu bezahlen haben sagt ihnen die örtliche Handwerkskammer - wohlgemerkt nur den Betrag und die Kontonummer ihres Klempners. So funktioniert unser Gesundheitswesen.
Auch wenn diese Intransparenz schon schlimm genug ist, es kommt noch ein anderer Aspekt dazu. Hätte die Kasse die konkreten Daten, wäre empirische Therapieforschung möglich. Bringt die rosa Pille zu 150 € tatsächlich bessere Ergebnisse als die grüne zu 5 €. Gibt es Ärzte die bessere Therapien entwickelt haben als andere. Welche Anzeichen deuten auf welche Krankheiten hin. Gibt es regionale Krankheitsschwerpunkte.
Viele Fragen, die durch emprische Forschung Antworten finden könnten, wie eine Reihe von kleinen Projekten beweisen.
19:30
Sofort Schluss damit. Es ist genug Geld verbrannt worden. Rechnung an Ulla Schmidt!