Hochwasser-Opfer bereiten Sammelklage vor
07.10.2008 | 18:22 Uhr 2008-10-07T18:22:00+0200
Dortmund. 60 Bürger des Stadtteils Marten, allesamt Opfer des Dortmunder Juli-Hochwassers, bereiten eine Gemeinschaftsklage gegen die Emschergenossenschaft vor.
Sie sind überzeugt, dass das Unternehmen für Abwasserbeseitigung eine Teilschuld an den Ausmaßen des Unwetters trägt.
Zurzeit ist ein Ingenieursbüro damit beauftragt, alle Schäden zu dokumentieren und alle technischen Details aufzulisten, die es der Emscher ermöglichten, Hunderte Keller und ganze Straßenzüge für Tage unter Wasser zu setzen.
Zur Erinnerung: Zwei der drei Pumpen des Pumpwerks der Emschergenossenschaft waren im Laufe des Hochwassers ausgefallen. Der Dortmunder Feuerwehrchef Klaus Schäfer hatte unmittelbar nach der Katastrophe technische Mängel für das Ausmaß der Flut verantwortich gemacht. Die Anlagen im Martener Pumpwerk seien wegen Löchern in den Hochwasser-Schutzwänden ausgefallen.
Das Wasser wäre nie so stark gestiegen, wenn die 5000 Liter pro Sekunde fördernden Pumpen weitergelaufen wären. Schäfer warf der Genossenschaft in diesem Zusammenhang vor, dass mit Abwassergebühren finanzierte Schutzeinrichtungen bei der Flut versagt hätten.
Diesen Zusammenhang bestreitet die Emschergenossenschaft bislang.

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