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Haarige Angelegenheit

22.02.2009 | 18:46 Uhr

Am Aschermittwoch ist alles vorbei - von wegen! Am Aschermittwoch fängt alles erst an, zumindest in Oberammergau. Dann tritt in dem bayerischen Festspielort zum Leidwesen der dortigen Friseure nämlich der Haar- und Barterlass in Kraft. ...

... Der Bürgermeister bittet seine Untertanen keine Schere mehr an das Haupthaar zu lassen und fordert die Männer der Gemeinde auf, den Rasierapparat im Schrank zu lassen.

Wenn die Oberammergauer zotteliger als die restlichen Bewohner des bayerischen Freistaates aussehen, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Passionsspiele wieder vor der Tür stehen. Zwar ist das erst im nächsten Jahr der Fall, aber bis dahin muss die Mähne von rund 2500 Mitwirkenden gewachsen sein, immerhin der Hälfte der Bewohner von Oberammergau.

Nun kann sich nicht jeder in seinem Beruf leisten, mit gewaltigen Bart oder Hippie-Mähne an seinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Wer trotzdem rund eine halbe Millionen Menschen pro Saison mit seiner Schauspielkunst beeindrucken möchte, dem bleibt da nur der Ausweg, ein Römer zu werden. Soldaten dürfen sich nämlich frisieren und rasieren lassen. Wie sagte schon Obelix? "Die spinnen, die Römer!"

Von Klaus Bröking

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