Friedensfest gegen rechte Gewalt
03.09.2009 | 19:02 Uhr 2009-09-03T19:02:00+0200
Mehrere 1000 Menschen wollen am Samstag in Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Rechtextremismus setzen.
Dort wollen Neonazis schon zum fünften Mal den Antikriegstag für ihre fremdenfeindlichen und rechtsextremen Parolen missbrauchen. Allerdings: Gestern hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster ein durch den Dortmunder Polizeipräsidenten Hans Schulze verhängtes Verbot bestätigt.
Bob Geldof wird
für Strahlkraft sorgen
Trotz des Verbots sollen mehrere 1000 Polizeibeamte – es wird der größte Polizei-Einsatz in der Geschichte Dortmunds sein – für einen friedlichen Ablauf des Demonstrationsgeschehens sorgen, das sich in erster Linie in der Innenstadt sowie in Dorstfeld und Brackel abspielen wird - und das ab 10 Uhr.
„Wir brauchen eine neue Qualität des Widerstandes”, hatte Hartmut Anders-Hoepgen, Sonderbeauftragter für den Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie, im Vorfeld des 5. September gefordert. Deshalb hat man (und wird auch künftig) dezentral in der ganzen Stadt Aktivitäten gegen Rechts starten.
Dabei soll von einem großen Friedensfest auf dem Friedensplatz im Herzen der City mit Sir Bob Geldof ganz besondere Strahlkraft ausgehen. Der Initiator der Live Aid-Konzerte wird zusammen mit den German Tenors, der Dortmunder HipHop-Formation Too Strong sowie der Band Creemcheeze ab 18 Uhr auf die Bühne kommen. „Wir hoffen, dass alle, die an diesem Tag gegen die Neonazis demonstriert haben, hier noch einmal zusammenkommen und feiern”, so Anders-Hoepgen. Kreativ und bunt sind die Aktionen gegen Braun in Dortmund. Daran beteiligt: Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Vereine, Verbände und hoffentlich Tausende Bürger. Dortmunds OB Dr. Gerhard Langemeyer hat die Bürger aufgerufen, sich an den Protesten zu beteiligen: „In Dortmund ist kein Platz für Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus!”
Mahnwachen,
Talk und Kultur
Es gibt Mahnwachen an historischen Plätzen. Der DGB lädt zu Talk und Kultur ein am Südbad, einem Ort, der von den Nazis schon mehrfach als Aufmarschort genutzt wurde. Hier heißt es u.a. „Aufmucken gegen Rechts”. Schon nach den letzten rechten Aktivitäten in 2008 hatte der DGB eine Vielzahl an Plätzen reserviert.
Noch beschäftigen die Bündnisse „S 5” sowie „Dortmund, wir stellen uns quer” die Gerichte. Beide antifaschistischen Gruppierungen, die zusammen rund 6000 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwarten, waren mit den von der Polizei genehmigten Routen nicht einverstanden. Nun sollen sie durchs Gerichtsviertel (S5 mit der Band Deichkind) und vom Hauptbahnhof in den Westpark ziehen.
Neben Zeitzeugenberichten über die Gräuel der Nazizeit und Beispielen für den Widerstand und die Solidarität mit den Opfern damals vor Ort, kommen Jugendliche und Künstler auf dem Wilhelmsplatz in Dorstfeld, eine der rechten Hochburgen, zu Wort. Eine Veranstaltung, zu der die „Aktion 65 plus” einlädt. Auch Brackel, ein Stadtteil, der wegen eines Naziaufzuges 2008 abgeriegelt war, lädt zu zahlreichen Aktivitäten ein.
Ziel der Polizei sei es, so betonte Polizeipräsident Schulze, konsequent durchzusetzen, „dass es zu keiner rechtsextremen Versammlung an diesem Samstag kommen wird”.

08:32
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00:18
Entsetzlcih, dass die SteuerzahlerInnen den Schutz der demokratischen friedlichen Menschen teuer bezahlen müssen. Der selbe braune Mob, der die ganze Welt schon einmal in Schutt und Asche gelegt hat und heute wieder unsere demokratische Gesellschaft abschaffen will, bedient sich aller juristisch-demokratischen Wege, um ihre verfassungsmäßig verbrieften (Bürger)Rechte durchzusetzen - in ihrer Wunschgesellschaft wäre dies nicht möglich.
Ich hoffe morgen auf ein buntes multikulturelles riesiges Einstehen der Demokraten - wir sind viele, wir sind die Mehrheit, uns gehört die Zukunft !
23:49
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13:34
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Ich habe auch KeineAngstVorNazis, aber dafür
las ich, daß der Aufmarsch der Braunen gerichtlich
verboten wurde.
Vor wem schützen uns dann die 1.000 Polizisten?
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10:54
Die 1000 Polizisten sind in der Stadt um die Bürger vor der hohen Zahl gewaltbereiter Nazis zu schützen.
Alles andere ist Tatsachenverdrehung, ein ganz beliebtes Mittel der Rechtsradikalen.
Da muss man einfach mal nach Dortmund am 1. Mai gucken, wie die wahnsinnigen Nazis hier durchgedreht sind.
08:59
Die 1000 Polizisten werden auch bitter nötig sein.
Man kann den Dortmundern angesichts der hohen Zahl gewaltbereiter Linker und Antifa´s nur wünschen, daß es nicht zu ähnlichen Ausschreitungen kommt wie in Berlin und Hamburg.
20:02
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