ExtraSchicht: Appetithappen für Ruhr 2010
22.04.2009 | 15:40 Uhr 2009-04-22T15:40:00+0200
Dortmund. Mit jeder neuen ExtraSchicht wachsen die Herausforderungen. Nach der bislang höchsten Besucherzahl von 160.000 im vergangenen Jahr sehen sich die Veranstalter logistisch und inhaltlich vorbereitet. Doch das Jahr der Kulturhauptstadt klopft an die Tür...
Und so hat sich die Nacht der Industriekultur am 27. Juni einer zusätzlichen Aufgabe verschrieben: Zwischen Dusiburg, Unna, Marl und Witten will sie auch Appetit machen auf die Projekte der Metropole Ruhr.2010.
Die Metropole Ruhr erklingt
„Im nächsten Jahr ist die ExtraSchicht das Sommerfest der Kulturhauptstadt Europas”, erklärt Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus, und sieht den perfekten Anlass für eine gemeinsame Generalprobe gekommen: Die große Chornacht im Nordsternpark Gelsenkirchen lässt zum Beispiel das Areal bunt erleuchten, im Amphiteater schallen rund 200 Stimmen und geben einen Vorgeschmack auf den „Day of Song” am 5. Juni 2010, der in der ganzen Metropole Ruhr erklingen soll.
Einblicke in die Lichtinstallationen
Die Lindenbrauerei in Unna gewährt derweil Besuchern jeweils zur vollen Stunde mit geführten Besichtigungen des Kunstwerks „Third Breath ” von James Turnell Einblicke in die Lichtinstallationen, die 2010 folgen.
Der Kiosk der Zukunft
Einen Prototyp des Designkiosk Ruhr.2010 können Interessierte sich auf der dem Gelände der Zeche Zollverein ansehen. So sollen im nächsten Jahr rund 30 Kioske aussehen, in denen Designer ihre Kollektionen präsentieren.
Bei einer Fahrt auf dem Rhein-Herne-Kanal lernen die Besucher bereits jetzt den KulturKanal kennen, in den sich die Wasserstraße im kommenden Jahr verwandelt.
Attraktives Klärwerk
Besonderes Augenmerk richteten die Organisatoren (unter anderem sind beteiligt die Ruhr-Tourismus, Regionalverband Ruhr, VRR, Wirtschaftsförderung Dortmund und die Koordinatoren der Ruhr.2010) auf die Emscherinsel: Unter diesem Namen setzt sich zum ersten Mal das schmale Band zwischen Fluss und Kanal im nördlichen Ruhrgebiet in Szene. Das auch ein Klärwerk attraktive Seiten hat, sollen e-Violinen und sprudelnde Wasserspiele zeigen.
Shuttleservice gegen Staus
Damit es in der Veranstaltungszeit von 18 bis 2 Uhr nicht zu Staus im Gebiet und verkehrsbedingtem Stress bei den Besuchern kommt, gibt es einen Shuttleservice. Der Plan zeigt die verschidenen Linien und die Fahrtzeiten, "so kann man hervorragend planen", sagte Dr. Klaus Vorgang vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Ein Nutzungsgrad von 80 Prozent bestätige die reibungslose Organisation. "danach lecken wir uns im normalen Betrieb die Finger". Die Fahrten (auch An- und Abfahrt) sind in den Eintrittskarten inbegriffen.
Bis eine der fünf zentralen Drehscheiben - der Phoenixplatz in Dortmund - allerdings fertiggestellt ist, müssen die Veranstalter allerdings noch einige Extraschichten einlegen, witzelte Udo Mager von der Wirtschaftsföderung Dortmund. "Wir wollen den Platz dann gleichzeitig einweihen, wo jetzt noch Bagger im Schotter stehen". Dieser Ort sei ein besonderes Beispiel für die Wirkung, die dei ExtraSchicht haben könne: "Kunst findet oft mehr Aufmerksamkeit als das, was ökonomisch stattfindet. Schon alleine darum brauchen wir die Kunst hier", so könne die Region und speziell Dortmund zeigen, was es zu bieten hat.
"Mit einer solchen Veranstaltung können wir auch die holen, die bislang mit Vorurteilen über das Ruhrgebiet herumgelaufen sind", so Mager. "Denn das sind einfach die besten Botschafter".
Info
Karten sind seit Mittwoch, 22. April, im Vorverkauf an allen städtischen Touristeninformationen, Bahnhöfen (Reisezentren), an allen Spielorten und in allen Leserläden und Geschäftsstellen der WAZ-Mediengruppe.

0mitdiskutieren