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Entschädigung

Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro

14.06.2009 | 08:54 Uhr

Berlin. Ehemalige Heimkinder fordern Entschädigung für Unrecht, dass ihnen während ihrer Heimzeit geschehen ist. Am Montag tagt ihr Runder Tisch - doch mit welchen Forderungen sie sich durchsetzen werden, ist unklar.

Entschädigungszahlungen in Höhe von 25 Milliarden Euro sind die zentrale Forderung der ehemaligen Heimkinder an den Runden Tisch, der Montag und Dienstag in Berlin tagt. Dem Gremium unter dem Vorsitz der Grünen-Politikerin Antje Vollmer gehören Bundes- und Länderpolitiker, beide großen Kirchen, Caritas, Diakonie und Jugendhilfe an.

Der Verein ehemaliger Heimkinder fordert „die uneingeschränkte Anerkennung des an ehemaligen Heimkindern begangenen historischen Unrechts als systematische Menschenrechtsverletzung”, rentenversicherungsrechtlichen Ausgleich für geleistete Arbeit und Therapieplätze für traumatisierte Heimkinder.

Tausendfache Leidensgeschichten

In Kanada, Norwegen und Irland sind ähnliche Verfahren mit Entschädigungsregelungen abgeschlossen worden. Die irische Untersuchungskommission dokumentierte tausendfache Leidensgeschichten.

In Deutschland hat sich das Diakonische Werk bei den Betroffenen entschuldigt. „Ich habe mir bis vor zwei Jahren nicht vorstellen können, dass wir so etwas in unserer Geschichte der Diakonie mitschleppen”, sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik. Er habe früher von Einzelschicksalen gesprochen. Heute wisse er, dass dies eine unzulässige Bagatellisierung sei. „Ich will, dass es für die Betroffenen in irgendeiner Form eine Wiedergutmachung gibt.”

„Wir sind nicht erwünscht”

Das sei „nicht mehr als eine Verlautbarung”, kommentierte der Hamburger Anwalt Gerrit Wilmans die Äußerung von Kottnik. Wilmans vertritt die ehemaligen Heimkinder, seine Teilnahme am Runden Tisch ist jedoch ungewiss. „Wir sind nicht erwünscht”, kritisiert er im Gespräch mit der WR. Auch der Verein ehemaliger Heimkinder müsse um seine Vertretung kämpfen.

In der Sache fordert der Verein, die sachlichen und zeitlichen Einschränkungen aufzuheben. Zurzeit befasst sich der Runde Tisch nur mit zwei Jahrzehnten und nur mit westdeutschen Heimen.

Zum Thema

Qualen eines Heimkindes - „Das frisst mein ganzes Leben”

Petra Kappe

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Kommentare
16.06.2009
09:52
Blockierter Kommentar.
von daniel.otto | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.06.2009
08:31
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von BSV | #15

Jeder Tag, den die Täter bzw. die Verantworlichen weiter schweigen, verlängert das Leid der Gequälten. Dabei fand die Mißhandlung von Kindern, nicht nur in den Heimen, öffentlich statt.

Geschenkt, die damals üblichen Ohrfeigen in Schule und Betrieb, von denen heute noch bildungsferne Dumpfbacken behaupten, sie hätten nicht geschadet.

Nicht mehr geschenkt das systematische Zerstören von Kindern mittels abgefeimter Folterritualen. Ritualen, hinter denen nur ein krankes Gehirn stecken konnte.

Zuständig für Entschädigungsleistungen und, vor allem der deutlichen Aussage gegenüber den Opfern, daß ihnen schwer Unrecht wiederfuhr, ist die Bundesfamilienministerin. Die aber schweigt, zeigte bis her keine Reaktion auf die Empfehlung des Petitionsausschusse.

Liegt es daran, weil auch in ihrem Elternhaus Kinder gequält wurden, ihr daher sämtliches Mitgefühl aberzogen wurde?
Mutter Heide-Adele Albrecht schwadronierte recht munter in den Schmuddel-Medien von BILD und Co. , was sie unter Elterlicher Gewalt verstand, sie schickte ihre Kinder mit bloßen Händen Bennesseln flücken. Kein Staatsanwalt reagierte. Das obwohl damals, Ende der 1970er Jahre, die ersten Urteile gegen Eltern wegen Kindesmißhandlung exekutiert wurden.
wissen/dokument/dokument.html?t itel=%22Das+Interessante+ist+da s+Regieren%22&id=40349345&top=S PIEGEL&suchbegriff=brennesseln& quellen=%2BBX%2CWIKI%2C%2BSP%2C %2BMM%2CALME%2CSTAT%2C%2BMEDIA& qcrubrik=artikel>http://wissen .spiegel.de/wissen/dokument/dok ument.html?titel=%22Das+Interes sante+ist+das+Regieren%22&id=40 349345&top=SPIEGEL&suchbegriff= brennesseln&quellen=%2BBX%2CWIK I%2C%2BSP%2C%2BMM%2CALME%2CSTAT %2C%2BMEDIA&qcrubrik=artikel >

Burkard Schulte-Vogelheim

15.06.2009
04:33
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von dasKollektiv | #14

nur Entschädigung,
keine Sühne?

14.06.2009
21:25
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von ein Betroffener | #13

was soll das Geld wieder gut machen?

14.06.2009
17:22
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von Pfandflasche | #12

Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als das eine kirchliche Institution Farbe bekennt oder gar angemessene Entschädigung leistet oder sich auch nur entschuldigt!
Die sind viel zu beschäftigt damit Kirchensteuer einzutreiben, Atheisten-Busse mit Fluch und Bann zu belegen und ihre vermeintliche Unverzichtbarkeit zu belegen...............
In dem Artikel ist die Rede von der Diakonie, aber ich bin mir doch seeehr sicher daß auch die katholischen Einrichtungen mindestens genauso viel Dreck am Stecken haben.
Daß der Vertreter der Geschädigten vielleicht gar nicht zugegen sein darf, spricht ebenfalls für sich.

14.06.2009
16:04
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von fields | #11

Ja, denen steht das Geld zu. Es muss aber aufgepasst werden, dass es an die Richtigen verteilt wird. Jeder kriegt in Deutschland alles in den Hals gesteckt, warum nicht auch mal jemanden, dem es zusteht .

14.06.2009
15:38
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von Elektrosteiger | #10

Diese Forderung ist berechtigt, aber sie juckt keinen Vertreter von den Kinderheimen (und deren Geldgebern, die beiden großen Kirchen)....

14.06.2009
11:34
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von strubbel | #9

zu #3;glauben sie die gesellschaft geht heute besser mit behinderten kindern um oder überhaupt mit behinderten?nicht alle wohlgemerkt,es gibt auch ganz tolle menschen,welche in behinderte menschen sehen welche eine einschränkung haben und das war es dann auch.gott sei dank,sonst könnte man nicht mehr leben.
ich,jahrgang 1940 hatte grosses glück.mit einer spina bifida geboren,sagte eine ordensfrau meinen eltern;nehmen sie ihr kind mit nach hause,sonst kommt es nach hadamar.was in hadamar passierte ist bekannt.ich weiss nicht wieiviel tausende behinderte kinder vergast wurden und aus deren haut lampenschirme gebastelt wurden.ich wuchs behütet bei meinen grosseltern in den niederlanden auf und konnte sogar etwas im leben erreichen..glernt haben am wenigsten die da oben wenn ich bedenke das man selbst heute noch für rampen usw.kämpfen muss.was wird bei einem solchen runden tisch heruas kommen?geschachere um summen und der mensch ist dabei zweitrangig.lerne die menschen kennen und du weisst warum ich die tiere liebe.

14.06.2009
10:51
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von darkblu2006 | #8

25 000 000 000 ich habe doch richtig gelesen ,oder ?leider geht aus dem Bericht nicht hervor um wieviele Geschägigte es sich handelt .Würde mich interessieren.

14.06.2009
09:47
Ehemalige Heimkinder fordern 25 Milliarden Euro
von vantast | #7

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Nur ist zu befürchten, daß Kirche & Staat nichts tun wollen. Wo kämen wir denn hin, wenn wir uns menschlich zeigten, tätige Reue und Gerechtigkeit üben würden! Schließlich ist das höchste Gut in D. das Geld, ihm sind wir verpflichtet, ihm dienen wir, was gehen uns die kaputten Seelen an!
Vermutlich werden nur Grüne und SPD eine Wiedergutmachung wollen, die christlichen Parteien werden sich, wie immer, gegen die Menschlichkeit stellen.

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