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Dietmar Bär: "Wir haben gute Chancen"

18.04.2008 | 16:38 Uhr
Dietmar Bär: "Wir haben gute Chancen"

Dietmar Bär, der als Kommissar Freddy Schenk im Kölner „Tatort” ermittel, gilt als ausgesprochener BVB-Fan.

Das DFB-Pokal-Finale ihres Lieblingsklubs Borussia Dortmund am Samstag in Berlin hat ihnen spannende und fast drehbuchreife Wochen beschert.

Dietmar Bär: Ich genieße das nette Privileg, vom BVB eingeladen worden zu sein. Stand der Dinge vor einem Monat war aber, dass ich am Finaltag Dreharbeiten habe. Vor 14 Tagen wendete sich das Blatt, ich sollte am 19. April doch frei haben. Letzte Woche kam dann wieder eine Änderung.

Also kein Hollywood-Happyend mit Ihnen in Berlin?

Nein, leider nicht. Ich bin zu Dreharbeiten für einen ZDF-Abendkrimi in Hamburg. Kurzfristige Drehplanänderungen gehören zum Job und der geht vor. Ich habe auch beim letzten BVB-Pokal-Finale 1989 gearbeitet. In Wuppertal am Theater. Da hatten wir eine Vorstellung. Und im Moment ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn ich nicht in der Nähe bin.

Die Dortmunder haben beide Generalproben, gegen Endspielgegner Bayern München und im letzten Spiel gegen Hannover, verpatzt. Was sagt der Schauspieler Dietmar Bär dazu?

Fernsehstars aus NRW

Der Vergleich hinkt jetzt aber. Es gibt ja keine zwei Generalproben. Aber sagen wir mal: eine Hauptprobe und dann die Generalprobe. Das Theatergesetz sagt, dass die Generalprobe ein Misserfolg werden muss, damit die Premiere klappt. Danach haben wir gute Chancen.

Sie haben Hoffnung?

Im Fußball ist alles möglich. Das haben unsere Freunde aus Herne West (Anm. der Red.: Schalke 04) doch gerade gezeigt. Sie verlieren 1:5 und gewinnen dann 5:0, das war die ganze Bandbreite. Im Theater ist es auch zwei Stunden spannend, aber Sie wissen, wie das Stück ausgeht. Im Fußball wissen Sie es vorher nicht, das ist das Schöne. Den Fans und der Stadt Dortmund würde ich den Sieg wünschen, er wäre Balsam für die Fußballseele und der BVB hätte sich den internationalen Wettbewerb wirklich verdient. Aber ich erinnere mich an die letzten beiden Spiele und denke realistisch. Es wurde in diesem Jahr oft versprochen, dass sich beim BVB alle reinhängen. Das waren Lippenbekenntnisse, denn ich habe das zu selten gesehen.

Haben Sie einen Lieblingsspieler, von dem Sie heute viel erwarten?

Wenn ich einen Spieler nenne, klammere ich alle anderen aus. Deshalb nenne ich Leute aus meiner Jugend. Das ist dann auch zum Träumen für die älteren Fans, wenn ich Namen nenne wie Lothar Huber, Horst Bertram, denn ich wollte auch mal Torwart werden. Und Jürgen Kohler.

Alles richtige Typen und keine so genannten Schauspieler.

Fußballer schauspielern ja nicht wie ich, sie spielen ja keine Rolle, sondern wirklich Fußball. Aber es gibt einige große Schauspieler unter ihnen. Giovane Elber war einer. Und Diego von Bremen, ein kleiner Spieler, ein hervorragender Fußballer aber ein ganz großer Schauspieler und melodramatischer Mime. Wenn der gefoult wird, liegt er da, als müsste das Bein amputiert werden. Für solche Schauspieler gibt es im Stadion Buh-Rufe. Im Theater wird der Schauspieler mit Applaus belohnt.

Sie haben selbst mal einen Fußballfan gespielt.

Ja, das war 1983. Ich war Schauspielschüler in Bochum, es war meine zweite richtige Rolle. Ich habe in einem Schimanski-Tatort einen jugendlichen Fußball-Rabauken gespielt. Der Tatort spielte in Duisburg und damit fand das im Wedaustadion statt. Das war meine erste Tatort-Rolle.

Alle Infos zum Pokalfinale zwischen dem BVB Dortmund und Bayern München finden Sie in unserem Pokalspezial.

>>> Zum BVB-Pokalspezial

Torsten Schabelon

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