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Die Nase

11.08.2009 | 18:01 Uhr

Da soll noch einmal einer sagen, Fans moderner Musik hätten keine Kultur. US-Amerikaner beweisen das Gegenteil: Sie pilgern in Scharen in ein Chicagoer Museum, um sich eine Ägypten-Ausstellung anzusehen.

Und es sind alles Kultur-Spezialisten, die all die üblichen Kunstwerke ignorieren, um sich auf eine einzige bestimmte Büste zu werfen (rein rhetorisch natürlich). Das erinnert doch an die Kennerscharen, die sich im Pariser Louvre von dem ebenso kleinen wie berühmten Bild Leonardo da Vincis versammeln und Mona Lisa oder La Gioconda ehrfürchtig bestaunen.

Nun also Chicago, nun also altes Ägypten. Obwohl - was weiß man schon genau. Die so überraschend kunstbeflissenen Amerikaner sehen die Büste offenbar mit recht eigenwilligen Augen. Wie es heißt, erkennen sie in ihr eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem verstorbenen Popstar Michael Jackson. Vor allem die Augen und die Nase glichen denen des US-Sängers.

Angesichts der diversen Gesichts-Operationen des Sängers stellt sich die Frage, mit welchem Zwischenstadium des Stars die Fans die Büste vergleichen. Nur böse Zungen allerdings wollen einen Zusammenhang zwischen der ägyptischen Sphinx und dem jüngsten Gerücht herstellen, der Leiche Jacksons fehle die Nase.

Peter Bauer

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